Heidi Health baut 18 Prozent der Belegschaft ab
Das australische Health-Tech-Unternehmen Heidi Health reagiert mit einem Stellenabbau auf Wettbewerbsdruck und Marktveränderungen.

Der Softwareanbieter Heidi Health aus Melbourne hat die Streichung von 18 Prozent seiner Stellen angekündigt. Grund für die Restrukturierung sind volatile Absatzzahlen sowie der zunehmende Konkurrenzdruck auf dem US-Markt.
CEO Thomas Kelly räumte ein, dass das Unternehmen zu schnell gewachsen sei. Die Mitarbeiterzahl stieg innerhalb kurzer Zeit von 80 auf über 600 Personen. Kelly erklärte, man habe die Adoptionsgeschwindigkeit bei großen Gesundheitssystemen überschätzt, weshalb die Kapazitäten im Vertriebs- und Supportbereich nun reduziert werden müssten. Ein Teil der Funktionen werde zudem ins Ausland verlagert.
Die Entlassungen folgen unmittelbar auf den Rücktritt von CTO Yu Liu und CFO Waleed Mussa. Das Unternehmen, das erst vor zwei Monaten eine Finanzierungsrunde über 140 Millionen US-Dollar abschloss und damit einen Milliardenwert erreichte, befindet sich nun in einer Phase der Konsolidierung.
Der Markt für KI-gestützte Dokumentationssoftware im Gesundheitswesen wird zunehmend kompetitiv. Mit der Einführung einer eigenen KI-Schreibfunktion durch Epic Systems im Februar hat sich der Druck auf spezialisierte Anbieter wie Heidi Health weiter verschärft.