Henri Deplante: Schlüsselfigur bei Dassault Aviations Flugzeugdesign
Henri Deplante war jahrzehntelang eine zentrale Figur im Flugzeugdesign von Dassault Aviation. Seine Karriere umfasste die frühen Metallflugzeuge des Unternehmens bis hin zu strahlgetriebenen Kampfflugzeugen und Passagierflugzeugen.

Henri Deplante, eine bedeutende Persönlichkeit in der Geschichte von Dassault Aviation, widmete sich über 30 Jahre lang dem Flugzeugdesign des Unternehmens, von 1949 bis 1981. Seine Verbindung zum Unternehmen begann 1930, als er Marcel Dassault (damals Marcel Bloch) traf und eine Anstellung als Flugzeugdesigner erhielt.
DePLantes frühe Aufgaben umfassten die Entwicklung der ersten Metallflugzeuge. Er war Teil des Teams, das die dreimotorige MB 60 für den Postdienst in nur sieben Monaten baute. Vor dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er auch am Ambulanzflugzeug MB 80 und zahlreichen Prototypen.
Nach dem Krieg diente DePLante im SAS-Fallschirmjägerbataillon und war persönlich an der Landung in der Normandie beteiligt. Nach dem Krieg war er technischer Direktor bei SNCASO, wo er die Entwicklung der ersten strahlgetriebenen Kampfflugzeuge, darunter Triton, Espadon und Vautour, sowie des Transportflugzeugs SO 30 Bretagne leitete.
Er trat 1949 wieder in die Dienste von Dassault ein und wurde im Alter von 42 Jahren technischer Direktor. Zusammen mit dem Ingenieur Jean Cabrière leitete DePLante die Entwicklung wichtiger Dassault-Flugzeuge, darunter die Falcon-, Mercure- und Mirage-Serien. Seine sorgfältige Arbeitsweise und seine Führungsqualitäten trugen dazu bei, dass das Unternehmen eine herausragende Stellung in der Luftfahrtindustrie einnahm.
DePLante wurde für seine Karriere unter anderem mit dem Kommandeurskreuz der Ehrenlegion und mehreren Militärauszeichnungen geehrt. Er verstarb am 16. März 1996.