Hepatitis D: Unterschätzte Gefahr für Hepatitis B-Infizierte
Der Welt-Hepatitis-Tag 2026 hebt die Bedrohung durch Hepatitis D hervor, die schwerste Form von chronischer Virushepatitis. Diese unterdiagnostizierte Erkrankung betrifft nur Patienten, die bereits mit Hepatitis B infiziert sind.

Anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages 2026 wird auf Hepatitis D (HDV) aufmerksam gemacht, die als die schwerste Form der chronischen Virushepatitis gilt. Die diesjährige Kampagne fordert die Beseitigung von Hindernissen, die den Zugang zu Tests, Behandlung und Versorgung bei Hepatitis erschweren. HDV betrifft ausschließlich Personen, die bereits mit Hepatitis B (HBV) infiziert sind, und kann den Krankheitsverlauf erheblich verschlimmern.
Die Schwere von Hepatitis D liegt in ihrer Neigung, schnell zu Zirrhose fortschreiten und das Risiko für Leberkrebs zu erhöhen. Dies stellt eine versteckte Gefahr für die betroffenen Patientengruppen dar. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wiederholt die Notwendigkeit betont, das Bewusstsein zu schärfen und den Zugang zur Versorgung zu verbessern, um die Auswirkungen und die Ausbreitung von HDV einzudämmen.
Die Kampagne erinnert daran, dass die Hepatitis-B-Impfung zwar wirksam zur Vorbeugung von HBV-Infektionen ist, aber keinen Schutz vor HDV für bereits infizierte Personen bietet. Spezifische Tests sind erforderlich, um HDV-Infektionen zu erkennen, und die Behandlung erfordert oft komplexere Versorgungswege.
Das Thema dieses Jahres unterstreicht die dringende Notwendigkeit, sicherzustellen, dass alle mit Hepatitis B infizierten Personen die erforderlichen Tests und Behandlungen erhalten. Das übergeordnete Ziel ist es, die globale Hepatitis-Last zu reduzieren, zu der HDV erheblich beiträgt, aber oft in globalen Gesundheitsinitiativen übersehen wird.