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BVTE: Höhere Tabaksteuer löst GKV-Probleme nicht

Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) warnt vor den Folgen geplanter Tabaksteuererhöhungen zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Diese würden Probleme nicht lösen, sondern Schwarzmarkt und Inflation fördern.

3. Juni 2026
BVTE: Höhere Tabaksteuer löst GKV-Probleme nicht

Berlin, 30. März 2026 – Anlässlich der Vorstellung von Empfehlungen zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) kritisiert der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) die vorgeschlagene massive Tabaksteuererhöhung scharf. Der Verband warnt, dass diese Maßnahme die steigenden Kosten im Gesundheitssystem nicht decken, sondern zu unerwünschten Nebeneffekten führen werde.

Die vom BVTE als unrealistisch bezeichneten Prognosen der FinanzKommission Gesundheit sehen zusätzliche Steuereinnahmen von bis zu 14,8 Milliarden Euro bis 2031 vor. Hauptgeschäftsführer Jan Mücke erklärte, dass solche Steuererhöhungen in der Vergangenheit lediglich zu Ausweichreaktionen der Verbraucher auf den Schwarzmarkt oder günstigere Alternativen geführt hätten, ohne den Konsum maßgeblich zu reduzieren.

Der Verband verweist auf Erfahrungen aus den Jahren 2002 bis 2005, als mehrfache Tabaksteuererhöhungen zu Rückgängen im legalen Absatz und einer Stärkung des illegalen Marktes führten. BVTE erwartet, dass eine Erhöhung des durchschnittlichen Zigarettenpreises auf 11,60 Euro bis 2031 die allgemeine Inflationsrate um bis zu 0,5 Prozentpunkte steigern könnte.

Der BVTE betont, dass die finanziellen Schwierigkeiten der GKV struktureller Natur seien. Hohe Verwaltungskosten und ineffiziente Strukturen bei den Krankenkassen müssten behoben werden, anstatt auf zusätzliche Einnahmen durch Verbrauchersteuererhöhungen zu setzen. Mücke fügte hinzu, dass Raucher nicht als "Melkkuh der Nation" dienen sollten.

Originalquelle: bvte.de