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Fertigung

Honda stoppt drei E-Auto-Projekte nach erster Jahresfehlsumme seit 1957

Honda hat die Entwicklung von drei kurz vor der Markteinführung stehenden Elektroautomodellen eingestellt, nachdem das Unternehmen seinen ersten Jahresverlust seit 1957 verzeichnete. Der Hersteller konzentriert sich nun auf Festkörperbatterietechnologie.

14. August 2026
Honda stoppt drei E-Auto-Projekte nach erster Jahresfehlsumme seit 1957
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Der Automobilhersteller Honda hat die Entwicklung von drei Elektroautomodellen, die kurz vor der Markteinführung standen, auf Eis gelegt. Dies geschah im Anschluss an den ersten Jahresverlust des Unternehmens seit 1957. Die Entscheidung markiert eine strategische Neuausrichtung zur Straffung von Ressourcen und zur Priorisierung zukünftiger Technologien.

Die betroffenen Projekte umfassten die Limousine Honda 0 Saloon, den SUV 0 SUV und den Acura RSX. Diese Fahrzeuge waren für die Produktion im EV Hub-Werk von Honda in Marysville, Ohio, vorgesehen und wurden erstmals 2024 und 2025 vorgestellt. Die Kooperation mit General Motors auf Basis der Ultium-Plattform endete im Juli 2026, und die damit verbundenen Projekte sollen bis Ende des Jahres eingestellt werden.

Unter dem Druck wirtschaftlicher Herausforderungen wird das Werk in Marysville für eine flexiblere Produktion umgerüstet. Die Anlage, die ursprünglich ausschließlich für die Produktion von Elektrofahrzeugen konzipiert war, wird nun auch die Herstellung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und Hybridantrieb auf gemeinsamen Fertigungsstraßen ermöglichen.

Das Unternehmen konzentriert seine Elektrofahrzeugaktivitäten auf die Festkörperbatterietechnologie. Ziel ist es, Ladezeiten und Energieeffizienz zu verbessern. Im Juni 2026 kündigte Honda eine Partnerschaft mit dem US-Unternehmen QuantumScape zur Weiterentwicklung von Festkörper-Lithium-Metall-Batterien an. Dieser Fokus soll Honda für zukünftige Wettbewerbsfähigkeit im sich entwickelnden E-Automarkt positionieren.

Der Schritt erfolgt, nachdem Honda für das Geschäftsjahr 2026 einen Nettoverlust von rund 18,3 Milliarden Yuan (423,9 Milliarden Yen) gemeldet hat. Dies ist das erste Mal seit der Börsennotierung an der Tokioter Börse im Jahr 1957, dass das Unternehmen ein negatives Jahresergebnis verzeichnet.

Originalquelle: ithome.com