Hongkong führt Steuererleichterungen für Family Offices im Wettbewerb mit Singapur ein
Hongkong hat ein neues Steuererleichterungssystem für Family Offices eingeführt, um vermögende Privatpersonen anzuziehen und mit Singapur als führendem asiatischem Investitionszentrum zu konkurrieren.

Die Regierung Hongkongs hat ihre Bemühungen zur Anwerbung von erheblichem Vermögen durch die Einführung eines neuen Steuererleichterungssystems speziell für Family Offices gefestigt. Dieser Schritt adressiert direkt die Wettbewerbslandschaft und zielt darauf ab, seine Position als führende asiatische Investitionsdestination gegenüber Singapur zurückzugewinnen, das erhebliche Zuflüsse von Vermögen und Talenten verzeichnet hat.
Das neue System, das rückwirkend zum 1. April 2022 in Kraft tritt, gewährt Steuerbefreiungen für Gewinne aus qualifizierten Transaktionen für förderfähige familiengeführte Investmentholding-Gesellschaften (FIHVs) und ihre zugehörigen Family-owned Special Purpose Entities (FSPEs), die von einem förderfähigen Single Family Office (SFO) verwaltet werden.
Alvarez & Marsal hebt einen wesentlichen Vorteil für Hongkong hervor: die automatische Anwendung dieser Erleichterungen, vorausgesetzt, die Mindestkriterien sind erfüllt. Im Gegensatz dazu erfordern Singapurs ähnliche Anreize oft eine vorherige Genehmigung der Monetary Authority of Singapore, die bis zu zwei Jahre dauern kann. Hongkong bietet zudem flexiblere Rechtsstrukturen und weniger strenge Schwellenwerte.
Das System weist jedoch weiterhin einige Einschränkungen auf, darunter Eigentumsbeschränkungen und den Ausschluss bestimmter Anlageklassen wie Immobilien und virtuelle Vermögenswerte. Beide Städte konkurrieren weiterhin um Investitionen durch laufende Initiativen, wobei Hongkong plant, sein Capital Investment Entrant Scheme zu erweitern und Philanthropie zu fördern, während Singapur seine eigenen Angebote verfeinert.