Einbettungs-CO2: Neue Anforderungen für den Hoteleinkauf
Hotels müssen zunehmend die versteckten CO2-Emissionen ihrer Inneneinrichtung bilanzieren, um ESG-Vorgaben und Reporting-Pflichten zu erfüllen.

Bisher konzentrierten sich Nachhaltigkeitsmaßnahmen im Hotelgewerbe primär auf den laufenden Betrieb, etwa beim Energie- und Wasserverbrauch. Ningbo Taisen Furniture betont, dass nun auch die sogenannten eingebetteten CO2-Emissionen – die während Produktion, Transport und Entsorgung entstehen – in den Fokus der Beschaffung rücken. Dies ist eine direkte Folge verschärfter ESG-Reporting-Vorgaben und Investorenforderungen.
Da die Emissionen bei der Herstellung von Möbelstücken festgeschrieben werden, ist die Produktauswahl ein entscheidender Hebel für die CO2-Bilanz eines Hotels. Bei den üblichen Renovierungszyklen von sieben bis zehn Jahren summieren sich die Emissionen der Innenausstattung zu einem erheblichen Teil des Scope-3-Fußabdrucks. Regularien wie die EU-CSRD-Richtlinie machen die Offenlegung dieser Lieferketten-Emissionen für große Betreiber mittlerweile zwingend erforderlich.
Um Greenwashing zu vermeiden, müssen Einkäufer fundierte Materialvergleiche anstellen. Der Einsatz von recycelten Materialien, insbesondere bei Metallkomponenten, bietet oft erhebliche Einsparpotenziale. Experten raten dazu, sich bei der Auswahl auf zertifizierte Umweltproduktdeklarationen (EPDs) zu stützen, um die reale Klimawirkung der beschafften Produkte transparent bewerten zu können.