Preise für Wohnimmobilien in US-Großstädten sinken
Daten von Zillow zeigen, dass in 66 der 300 größten US-Wohnungsmärkte die Preise im September sanken. Steigende Zinsen und ein höheres Angebot belasten die Immobilienwerte.

Der amerikanische Immobilienmarkt verzeichnet einen zunehmenden Abwärtsdruck. Wie eine Analyse von ResiClub auf Basis des Zillow Home Value Index zeigt, schwächte sich das landesweite jährliche Preiswachstum im September 2025 auf 1,0 Prozent ab, verglichen mit 1,3 Prozent im Vormonat. Der Anteil der großen Märkte mit sinkenden Preisen stieg innerhalb eines Monats von 18 auf 22 Prozent.
Besonders betroffen sind Regionen im Sun Belt und im Mountain West. Diese Gebiete erlebten während der Pandemie einen Preisanstieg, der weit über dem Wachstum der lokalen Einkommen lag. Angesichts von Hypothekenzinsen über der 7-Prozent-Marke und einem Überangebot an Neubauten sehen sich Verkäufer auf dem Gebrauchtmarkt zunehmend gezwungen, ihre Preise zu senken, um konkurrenzfähig zu bleiben.
Demgegenüber stehen Märkte im Nordosten und Mittleren Westen, die aufgrund eines weiterhin knappen Wohnraumangebots eine größere Preisstabilität aufweisen. Zwar verzeichnen 234 der 300 größten Märkte weiterhin nominelle Zuwächse, doch liegen diese bei vielen Projekten unter der Inflationsrate, was realen Wertverlusten entspricht.
Die zunehmende Divergenz zwischen resilienten und schwächeren Märkten prägt das aktuelle Marktumfeld. Experten sehen in der Entwicklung der lokalen Bestandszahlen den entscheidenden Faktor für die künftige Preisgestaltung, während sich der Gesamtmarkt an die schwierigen Finanzierungsbedingungen anpasst.