Hyundai-Arbeiter streiken wegen Löhnen und Roboterintegration
Produktionsmitarbeiter von Hyundai Motor Company in Südkorea treten aufgrund von Lohnstreitigkeiten und Bedenken hinsichtlich der Integration von KI-gestützten Robotern in einen dreitägigen Teil-Streik.

Produktionsmitarbeiter von Hyundai Motor Company in Südkorea haben am 14. Juli einen dreitägigen Teil-Streik begonnen, nachdem die Verhandlungen über Löhne und Boni gescheitert waren. Die Aktion, die am 15. Juli enden soll, markiert das zweite Jahr in Folge mit Arbeitskonflikten. In diesem Jahr befassen sich die Gespräche auch mit der zunehmenden Integration von fortschrittlichen Robotern und künstlicher Intelligenz (KI) in die Produktion.
Der aktuelle Konflikt beleuchtet die wachsenden Bedenken der Gewerkschaftsmitglieder hinsichtlich der Arbeitsplatzsicherheit angesichts der Pläne von Hyundai, KI-gestützte humanoide Roboter einzusetzen. Das Unternehmen plant, bis 2028 Atlas-Roboter, die von seiner Tochtergesellschaft Boston Dynamics entwickelt wurden, in seinen US-amerikanischen Produktionsstätten einzuführen. Diese Roboter sind zunächst für repetitive Aufgaben vorgesehen, komplexere Aufgaben sind bis 2030 geplant.
Die Hyundai Motor-Abteilung der Metallarbeitergewerkschaft fordert eine Erhöhung des Grundlohns um 149.600 südkoreanische Won pro Monat, was etwa 100 US-Dollar entspricht. Sie fordern außerdem Boni in Höhe von 30 Prozent des Nettogewinns des Unternehmens im Vorjahr. Hyundai bot eine Gehaltserhöhung von 89.000 Won, Boni in Höhe des 350-fachen des monatlichen Gehalts eines Arbeiters, zusätzlich 10 Millionen Won in bar und 15 Unternehmensaktien an, aber die Gewerkschaft lehnte diesen Vorschlag ab.
Während sich der Streik im letzten Jahr hauptsächlich auf Lohnunterschiede konzentrierte, unterstreicht die diesjährige Aktion eine breitere Spannung im verarbeitenden Gewerbe hinsichtlich der Auswirkungen von Automatisierung und KI auf die Beschäftigung. Die Gewerkschaft hat erklärt, dass keine neuen Technologien nutzenden Roboter ohne eine Einigung zwischen Arbeitnehmern und Management über deren Einführung und Auswirkungen auf die Arbeitskräfte eingeführt werden.