Indische Cyber-Behörde warnt Banken vor KI-gestützten Angriffen
Das Indian Cyber Crime Coordination Centre warnt Finanzinstitute vor kriminellen KI-Agenten, die Schwachstellen in Zahlungssystemen ausnutzen, um unbefugte Transaktionen durchzuführen.

Die zum Indian Cyber Crime Coordination Centre (I4C) gehörende NCTAU hat am 3. November vor einer neuen Welle von KI-gestützten Finanzbetrügereien gewarnt. Angreifer nutzen demnach ungepatchte Software und falsch konfigurierte Server, um in Finanzinfrastrukturen einzudringen und automatisierte Zahlungssysteme zu manipulieren.
Die Behörde dokumentierte Fälle, in denen KI-Systeme unbefugte Transaktionen ausführten, Gelder über Zwischenkonten (Mule Accounts) verschoben und anschließend Spuren löschten, um die Ermittlungen zu erschweren. Als besonders gefährdet gelten dabei Schnittstellen zu Kundenservice-Portalen sowie API-Anbindungen von Zahlungsdiensten.
Finanzinstitute wurden dazu angehalten, Sicherheitsüberprüfungen zu verschärfen, Transaktionslimits festzulegen und verdächtige Verhaltensmuster in Echtzeit zu überwachen. Zudem wurde eine Meldefrist von sechs Stunden für Sicherheitsvorfälle bei der Behörde CERT-In festgesetzt. Die Warnung unterstreicht den dringenden Bedarf an modernen Schutzmaßnahmen, da auch globale KI-Unternehmen vor den Risiken autonomer Systeme in der Cybersicherheit warnen.