IAB veröffentlicht Standard zur Neudefinition von Medientypen
Die IAB hat einen neuen Standard zur Klassifizierung digitaler Medientypen veröffentlicht. Der Standard zielt darauf ab, die Einordnung von digitalem Video zu klären und die Werbeplanung sowie -messung zu verbessern.

Die Interactive Advertising Bureau (IAB), eine Branchenorganisation des digitalen Werbeökosystems, hat einen neuen Standard zur Klassifizierung digitaler Medientypen veröffentlicht. Der in Zusammenarbeit mit dem IAB Tech Lab entwickelte "Redefining Media Types" (RMT) Standard soll einheitliche Definitionen für digitale Videoformate etablieren und diese an die Nutzererlebnisse auf verschiedenen Plattformen anpassen.
Der RMT-Standard kategorisiert digitale Videoumgebungen basierend auf den Sehgewohnheiten des Nutzers und nicht primär auf der zugrundeliegenden Technologie. Er führt ein zweistufiges Klassifizierungssystem ein. Die erste Ebene teilt Werbeumgebungen in vier Makro-Kategorien ein, die auf dem Seherlebnis basieren: Lean Back Viewing, Personal Screen Viewing und Passive and Communal Viewing. Die zweite Ebene verwendet Attribute auf Impressionsebene, wie z. B. Audiostatus, Skip-Fähigkeit, Gerät und Anzeigeformat, für eine präzise Klassifizierung.
Laut IAB haben inkonsistente oder veraltete Medienklassifikationen erhebliche Herausforderungen für Werbetreibende, Agenturen, Publisher und Ad-Tech-Anbieter geschaffen. Der RMT-Standard soll diese Probleme lösen, indem er eine gemeinsame, zukunftssichere Sprache bereitstellt, die die Medienplanung, -durchführung und -messung im gesamten digitalen Werbeumfeld verbessert. Die öffentliche Kommentierungsfrist für den Standard läuft bis zum 8. August.
IAB Tech Lab CEO Anthony Katsur betonte, dass viele bestehende technische Systeme auf älteren Klassifizierungen für Video basieren. Dieser neue Rahmen verbindet Definitionen mit den technischen Standards und der Infrastruktur, die für eine breite Branchenakzeptanz erforderlich sind.
Der Standard zielt darauf ab, klarere Erwartungen und eine konsistentere Kommunikation zu fördern. Er soll Unternehmen helfen, ihre Werbeinvestitionen an die beabsichtigten Seherlebnisse anzupassen, Publishern eine effektivere Beschreibung ihres Inventars ermöglichen, die Interoperabilität von Berichten unterstützen und Ad-Tech-Anbietern standardisierte Signale für den operativen Einsatz bieten. Da sich digitales Video weiterentwickelt, soll der RMT-Standard eine stabilere Grundlage für das Werbeökosystem schaffen.