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Professionelle Dienstleistungen

IBM KI bearbeitet 94 % der HR-Anfragen, das Unternehmen plant dennoch mehr Einstellungen

IBMs KI-Assistent AskHR erledigt nun 94 Prozent der routinemäßigen HR-Anfragen. Trotz dieses Automatisierungserfolgs plant das Unternehmen, seine Einstellungen von Berufseinsteigern in den USA im Jahr 2026 zu verdreifachen.

9. Juli 2026
IBM KI bearbeitet 94 % der HR-Anfragen, das Unternehmen plant dennoch mehr Einstellungen

IBM hat einen KI-Assistenten namens AskHR entwickelt, der mittlerweile 94 Prozent der routinemäßigen Anfragen im Personalwesen des Unternehmens bearbeitet. Diese Automatisierungsquote stellt eine bedeutende Leistung dar, dennoch hat IBM angekündigt, die Einstellungen von Berufseinsteigern in den Vereinigten Staaten für das Jahr 2026 zu verdreifachen.

Die strategische Entscheidung zur Erhöhung der Einstellungen ergibt sich aus den verbleibenden 6 Prozent der Anfragen, die menschliches Urteilsvermögen, ethische Erwägungen und Ausnahmeregelungen erfordern, welche die KI nicht bewältigen kann. Dies verdeutlicht, dass der Kernwert menschlicher Mitarbeiter oft über routinemäßige Aufgaben hinausgeht und in ihrer Fähigkeit liegt, komplexe Situationen zu meistern.

IBMs Erfahrungen sind kein Einzelfall. Aktuelle Daten von Robert Half zeigen, dass 32 Prozent der Einstellungsmanager in den USA Stellen aufgrund von KI eliminiert haben, nur um später ähnliche Positionen erneut zu besetzen. Im Finanzsektor steigt dieser Wert auf 44 Prozent.

Die Forschung von Orgvue unterstützt diesen Trend weiter und ergab, dass 55 Prozent der Führungskräfte, die aufgrund von KI Personal abgebaut hatten, dies nun als Fehler betrachten. Gartner prognostiziert, dass bis 2027 die Hälfte der Unternehmen, die Stellen aufgrund von KI gekürzt haben, ähnliche Stellen wiederbesetzen werden.

Diese Entwicklungen bieten Unternehmen eine entscheidende Lektion bei der Einführung von KI. Eine gründliche Erfassung von Aufgabenprofilen und die Identifizierung von Rollen, die menschliches Urteilsvermögen erfordern, müssen jeder Personalreduzierung vorausgehen, um einen möglichen zukünftigen Bedarf an Neueinstellungen zu vermeiden.

Originalquelle: inc.com