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Technologie

IBM-CEO: KI wird nur einen kleinen Teil der Software ersetzen

IBM-CEO Arvind Krishna versicherte Investoren, dass künstliche Intelligenz nur ein geringes Risiko für das Softwaregeschäft des Unternehmens darstellt. Er gab an, dass nur 2 % der IBM-Software durch KI-Anwendungen ersetzt werden könnten.

23. Juli 2026
IBM-CEO: KI wird nur einen kleinen Teil der Software ersetzen

IBM-CEO Arvind Krishna hat versucht, die Investoren nach den enttäuschenden Finanzergebnissen des zweiten Quartals zu beruhigen. Er erklärte gegenüber CNBC, dass künstliche Intelligenz (KI) nur etwa 2 % des Softwareportfolios von IBM zu ersetzen drohe.

Krishna führte aus, dass der Großteil der IBM-Software Kunden dabei unterstütze, sich auf die Einführung von KI vorzubereiten, Daten in Echtzeit zu erschließen und komplexe hybride Infrastrukturen zu verwalten. Er glaubt, dass dies für IBM Rückenwind bedeuten wird, da es sich eher um Infrastruktursoftware als um direkte Anwendungen handelt.

Die Wall Street ist in letzter Zeit skeptisch gegenüber Softwareaktien geworden, da Bedenken bestehen, dass KI ihre Geschäftsmodelle stören könnte. Die IBM-Aktie ist in diesem Jahr um etwa 30 % gefallen. Zuvor, im Februar, fiel die Aktie um 13 %, nachdem das KI-Unternehmen Anthropic ein Werkzeug vorgestellt hatte, das alte Cobol-Codes modernisieren konnte, die häufig in IBM-Großrechnern verwendet werden.

Krishna räumte ein, dass bestimmte Software, wie das kürzlich eingestellte Tririga-System zur Mietverwaltung, tatsächlich anfällig für KI-Ersatz sei. Er wies auch darauf hin, dass Herausforderungen im Mainframe-Geschäft, wo die Einnahmen im Quartal um 42 % sanken, die Umsätze bei verwandter Software beeinträchtigten. Der Umsatz mit Transaktionsverarbeitungssoftware ging um 9 % zurück.

Trotz dieser Gegenwinde hat IBM seine Prognose für eine Erhöhung des freien Cashflows um 1 Milliarde US-Dollar für das Jahr beibehalten. Das Unternehmen prognostiziert nun jedoch ein Umsatzwachstum im Softwarebereich zwischen 6 % und 8 %, eine Reduzierung gegenüber früheren Erwartungen eines zweistelligen Wachstums. Krishna rechnet damit, dass etwa 75 % der im zweiten Quartal verschobenen Geschäfte bis Jahresende zurückkehren werden.

Originalquelle: cnbc.com