IBM: KI tötet keine Mainframes nach schwachem Quartal
Trotz eines enttäuschenden Quartals mit sinkenden Mainframe-Verkäufen betont IBM-CEO Arvind Krishna, dass künstliche Intelligenz (KI) das Geschäft nicht bedroht. Das Unternehmen führt den Rückgang auf vorübergehende Budgetverschiebungen hin zu KI-Investitionen zurück.

IBM-CEO Arvind Krishna hat erklärt, dass das umsatzkritische Mainframe-Geschäft des Unternehmens durch künstliche Intelligenz (KI) nicht überflüssig wird. Dies geschieht, nachdem IBM einen deutlichen Umsatzrückgang bei Mainframes gemeldet und seine Prognose für das Gesamtjahr gesenkt hat. Das Unternehmen führt diese Entwicklung auf vorübergehende Budgetverschiebungen bei Kunden zurück, die verstärkt in KI investieren.
Die Ergebnisse des letzten Quartals blieben hinter den Erwartungen der Wall Street zurück, wobei die Einnahmen im Infrastruktursegment, zu dem die Mainframes gehören, besonders stark betroffen waren. Laut Finanzvorstand Jim Kavanaugh haben rund ein Dutzend Großkunden ihre geplanten Mainframe-Upgrades verschoben. Diese Entscheidung steht im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung der IT-Budgets hin zu KI-Anwendungen.
Das Unternehmen betonte auf einer Investorenkonferenz, dass es sich hierbei um eine vorübergehende Erscheinung handelt. Die Mainframe-Einheit ist nach wie vor ein wichtiger Ertragsbringer für IBM, da für jeden Dollar aus dem Hardwareverkauf drei Dollar durch Softwareumsätze generiert werden. IBM sieht weiterhin ein Nebeneinander und die komplementäre Nutzung von KI und Mainframes in der zukünftigen IT-Landschaft von Unternehmen.
Die gesenkte Prognose für das Gesamtjahr deutet darauf hin, dass die Auswirkungen des schwachen Quartals das gesamte Jahr beeinflussen werden. Trotz des Rückgangs erwirtschaftete IBM im Quartal einen Nettogewinn von 2,2 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 17,2 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen arbeitet daran, Investoren von der langfristigen Strategie seiner Mainframe-Sparte zu überzeugen. Peter Müller