IBM senkt Jahresprognose nach Gewinnwarnung
IBM hat seine Prognose für das Gesamtjahr gesenkt und trotz einer Gewinnwarnung in der Vorwoche einen schwächeren Quartalsgewinn gemeldet. Die Aktie des Unternehmens stieg im nachbörslichen Handel.

Der Technologiekonzern IBM hat seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 gesenkt und trotz einer seltenen Gewinnwarnung in der Vorwoche ein niedrigeres Quartalsergebnis als von Analysten erwartet erzielt. Die Aktie des Unternehmens stieg nach der Veröffentlichung der Ergebnisse im nachbörslichen Handel um rund 4 Prozent.
Im zweiten Quartal erzielte IBM einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,93 US-Dollar, was unter den Erwartungen von 2,97 US-Dollar lag. Der Umsatz erreichte 17,16 Milliarden US-Dollar und blieb damit ebenfalls unter den Prognosen der Analysten von 17,58 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz des Unternehmens stieg im Jahresvergleich um 1 Prozent, während der Nettogewinn leicht zurückging.
IBM hat auch seine Prognose für das Umsatzwachstum im Gesamtjahr leicht reduziert und erwartet nun ein Wachstum von 4 bis 5 Prozent zu konstanten Wechselkursen, gegenüber der im April geäußerten Erwartung von über 5 Prozent. Das Unternehmen bekräftigte jedoch seine Erwartung eines Anstiegs des freien Cashflows um 1 Milliarde US-Dollar für das Gesamtjahr.
Das Unternehmen hatte bereits Mitte Juli eine Gewinnwarnung ausgegeben und vorläufige Ergebnisse für das zweite Quartal veröffentlicht. CEO Arvind Krishna führte dies auf schwächere als erwartete Umsätze bei Z-Großrechnern und Transaktionsverarbeitungssoftware zurück, da Unternehmen vorausschauend Hardware kauften, bevor mit Preiserhöhungen zu rechnen war. Dies führte zu einem damals historischen Kursrutsch der IBM-Aktie um 25 Prozent.
Das margenstarke Softwaregeschäft von IBM erzielte einen Umsatz von 7,76 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 5 Prozent. Der Umsatz im Beratungsgeschäft blieb mit 5,33 Milliarden US-Dollar unverändert. Der Umsatz im Infrastruktursektor sank um 7 Prozent auf 3,84 Milliarden US-Dollar, wobei der Umsatz mit Z-Großrechnern um 42 Prozent zurückging.