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ICE plant Kauf von Elektro-Handschuhen für 20 Millionen Dollar

Die US-Einwanderungsbehörde ICE plant die Anschaffung von Elektro-Handschuhen im Wert von bis zu 20 Millionen US-Dollar, die Personen mit starken Stromschlägen überwältigen können. Die Beschaffung hat Kritik hervorgerufen.

12. August 2026
ICE plant Kauf von Elektro-Handschuhen für 20 Millionen Dollar

Die US-Behörde für Einwanderungs- und Zöllnerei (ICE) plant eine Investition von bis zu 20 Millionen US-Dollar in elektrische Handschuhe, die entwickelt wurden, um Personen mit kräftigen Stromschlägen außer Gefecht zu setzen. Diese Geräte, bekannt als G.L.O.V.E. (Generated Low Output Voltage Emitter), sollen die Fähigkeit der Agenten verbessern, Personen während Festnahmen und Abschiebungen zu kontrollieren.

Der Vertrag wurde vom Ministerium für Innere Sicherheit (Department of Homeland Security) bekannt gegeben und zuerst von der Associated Press gemeldet. Die Handschuhe werden vom in Kentucky ansässigen Unternehmen Compliant Technologies hergestellt, das sich auf "nicht-tödliche Lösungen" für Strafverfolgungs- und Justizbehörden spezialisiert hat. Die G.L.O.V.E.-Geräte werden an Agenten der beiden Hauptvollzugsabteilungen von ICE verteilt: Homeland Security Investigations und Enforcement Removal Operations.

Obwohl der Hersteller die Handschuhe als "menschenfreundliche Deeskalationslösung mit geringer Sichtbarkeit" bewirbt, wenn sie gemäß den Anweisungen verwendet werden, hat ICE eine Geschichte des Einsatzes erheblicher Gewalt, was zu weit verbreiteter Kritik geführt hat. Menschenrechtsorganisationen wie die ACLU haben Bedenken geäußert, dass neue Werkzeuge zu erhöhter Grausamkeit und Schmerzen führen könnten.

Compliant Technologies gibt an, dass die Handschuhe aufgrund ihres geringen Stroms nicht als Waffen gelten. Das Gerät wird über eine Taste aktiviert und gibt einen Stromschlag über Kontaktflächen an der Handfläche ab. Der Hersteller rät davon ab, Schläge auf Kopf, Hals, Brust und Genitalbereich anzuwenden. Ein integrierter Mikroprozessor protokolliert die Nutzung, was potenziell zur Rechenschaftspflicht beitragen kann.

Obwohl sie als Alternative zu tödlicheren Gewaltmitteln vermarktet werden, bleiben Bedenken hinsichtlich eines möglichen Missbrauchs bestehen. Frühere Vorfälle deuten darauf hin, dass ähnliche Geräte möglicherweise unangemessen gegen bereits fixierte Personen eingesetzt wurden. Der Hersteller rät auch davon ab, die Handschuhe bei gefährdeten Personen wie älteren, Kindern und Schwangeren einzusetzen oder als Reaktion auf bloße verbale Widerworte.

Originalquelle: fastcompany.com