IDC prognostiziert: 60 Prozent der KI-Arbeitslasten laufen bis 2028 auf Open-Source-Modellen
Laut IDC werden Unternehmen vermehrt auf Open-Source-Modelle setzen, um Kosten zu senken und Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu vermeiden.
Das Marktforschungsunternehmen IDC geht in seinem aktuellen FutureScape-Bericht davon aus, dass Unternehmen bis zum Jahr 2028 etwa 60 Prozent ihrer KI-Workloads auf Basis von Open-Source-Modellen betreiben werden. Diese Strategie soll es Unternehmen ermöglichen, Kosten durch gezielte Modellrouten besser zu kontrollieren und das Risiko einer langfristigen Bindung an einen einzigen Technologieanbieter zu verringern.
Die Untersuchung unterstreicht zudem eine beschleunigte Transformation in den Global-2000-Unternehmen: Bis 2029 sollen dort 60 Prozent der Geschäftsprozesse primär KI-gestützt ablaufen – aktuell sind es erst 13 Prozent. Mit dieser technologischen Abhängigkeit steigen jedoch die regulatorischen Anforderungen. Unternehmen, die keine Sicherheitsmechanismen oder Not-Aus-Schalter für KI-Agenten implementieren, müssen laut IDC mit 25 Prozent höheren Versicherungsprämien und strengeren Audit-Auflagen rechnen.
Der Wandel wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Innerhalb der G2000-Konzerne wird erwartet, dass 30 Prozent der Stellen auf Einstiegs- und mittlerer Ebene in Bereiche wie die Überwachung und Orchestrierung von KI-Agenten überführt werden. Trotz dieser Automatisierung planen rund 50 Prozent der mittelständischen Unternehmen einen Stellenausbau für Einstiegspositionen in den kommenden 18 Monaten.