Identitätsdienstleister Verimi stellt Betrieb bis Ende 2026 ein
Der Berliner Identitätsdienstleister Verimi beendet sein Geschäft bis Ende 2026. Trotz Profitabilität reagiert das Unternehmen auf veränderte regulatorische Rahmenbedingungen.

Die Verimi GmbH wird ihren Geschäftsbetrieb bis Ende 2026 vollständig einstellen. Wie das Unternehmen mitteilte, haben die Gesellschafter diese Entscheidung nach einer strategischen Neubewertung getroffen. Obwohl Verimi nach eigenen Angaben im Jahr 2024 die Gewinnschwelle erreichte und profitabel operierte, seien die strategischen Rahmenbedingungen auf dem Markt für digitale Identitäten nicht mehr tragfähig.
Als Hauptgründe für den Rückzug nennt das Unternehmen die novellierte eIDAS-Verordnung und die Einführung der europäischen EUDI-Wallet. Zudem hätten regulatorische Vorgaben, wie die europäische Geldwäscheverordnung (AMLR), den Marktzugang und die operativen Anforderungen verschärft. Dies habe die langfristigen Erfolgsaussichten maßgeblich beeinflusst.
Verimi wurde 2018 als Gemeinschaftsunternehmen gegründet und entwickelte sich zu einem der ersten Anbieter für digitale Identitäts-Wallets sowie Gesundheits-IDs in Deutschland. Aufsichtsratschef Stefan Imme bezeichnete die Entscheidung als notwendig. Alle Leistungen des Unternehmens sollen bis Ende 2026 ohne Einschränkungen weitergeführt werden.