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Technologie

IFF klagt gegen Metas Ray-Ban-Brillen: Wer haftet für heimliche Aufnahmen?

Die Internet Freedom Foundation (IFF) hat eine Klage gegen Meta wegen heimlicher Aufnahmen mit Ray-Ban Meta Smart Glasses eingereicht. Der Fall prüft, ob Meta haftbar gemacht werden kann, wenn Passanten ohne Zustimmung gefilmt werden.

26. August 2026
IFF klagt gegen Metas Ray-Ban-Brillen: Wer haftet für heimliche Aufnahmen?
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Die Internet Freedom Foundation (IFF) hat eine rechtliche Mitteilung an Meta Platforms gesendet, die sich auf heimliche Aufnahmen mit den Ray-Ban Meta Smart Glasses bezieht. Der Fall untersucht, wer die Haftung trägt, wenn Passanten ohne ihre Zustimmung gefilmt werden, und stellt Metas Rolle als Internetintermediär in Frage.

Die Mitteilung argumentiert, dass Meta für Fahrlässigkeit haftbar gemacht werden kann, und behauptet, dass das Unternehmen die Rechte der gefilmten Personen hätte berücksichtigen müssen. Es wird geltend gemacht, dass Meta für eine geheime Aufnahme verantwortlich ist, die ohne Erlaubnis der gefilmten Person viral ging. Der Fall zielt darauf ab zu zeigen, dass Metas Verantwortung über seine Rolle als „Intermediär“ hinausgeht und das Unternehmen mehr ist als nur eine Plattform, die Inhalte hostet.

Der Vorfall ereignete sich in einem Café in Khan Market, Delhi, wo ein als „Mr. X“ identifizierter Mann angeblich von einem Fremden belästigt wurde. Die Begegnung wurde heimlich mit den Ray-Ban Meta Smart Glasses aufgezeichnet und später auf Instagram veröffentlicht. Das Filmmaterial soll eine beträchtliche Anzahl von Aufrufen und spöttischen Kommentaren erhalten haben.

Das indische Recht bietet Passanten, die an öffentlichen Orten gefilmt werden, nur begrenzte Möglichkeiten. Die rechtliche Mitteilung fordert die Entfernung der Aufnahme, die Offenlegung von Informationen, eine Entschuldigung, die Sicherung von Beweisen und eine Entschädigung in Höhe von 2,05 Crore Indischen Rupien (ca. 250.000 USD).

Dieser Fall ist der erste Versuch in Indien, Meta für Schäden haftbar zu machen, die Passanten durch das Filmen mit seinen Smart Glasses entstanden sind. Er wirft umfassendere Fragen zur Rechenschaftspflicht von Tech-Giganten und zum Datenschutz im digitalen Zeitalter auf.

Originalquelle: medianama.com