Illumend-CEO warnt vor Risiken bei automatisierter Überwachung von Versicherungsnachweisen
Kristen Nunery, CEO von illumend, warnt, dass KI-gestützte Tracking-Tools oft Dokumente sammeln, ohne die tatsächliche Compliance der Versicherungspolicen zu prüfen.

Angesichts der zunehmenden Nutzung von KI zur Verwaltung von Versicherungsnachweisen (Certificate of Insurance, COI) warnt illumend-CEO Kristen Nunery davor, Datenbeschaffung mit der Überprüfung regulatorischer Anforderungen zu verwechseln. Während KI-Tools Dokumente effizient zusammenstellen können, fehle ihnen oft die notwendige Logik, um zu bestätigen, ob die Versicherungsbedingungen den vertraglichen Verpflichtungen entsprechen.
Laut Nunery verlassen sich viele Unternehmen auf selbst entwickelte oder allgemeine Tracking-Systeme, die eine falsche Sicherheit vermitteln. Der wesentliche Unterschied besteht darin, ob lediglich Dokumente gespeichert oder Versicherungsbedingungen detailliert geprüft werden. Wenn ein System Lücken im Versicherungsschutz oder unzureichende Deckungssummen nicht erkennt, bleibt das Unternehmen trotz digitaler Archivierung erheblichen finanziellen Risiken ausgesetzt.
Branchenexperten betonen, dass die Prüfung von Versicherungskonformität die Interpretation komplexer rechtlicher Dokumente erfordert, die durch Standard-Texterkennungssoftware häufig falsch verarbeitet werden. Mit der fortschreitenden Digitalisierung des Lieferantenmanagements wächst daher der Bedarf an spezialisierter Software, die die inhaltliche Verifizierung über die bloße Indizierung stellt.