Heizkosten-Check 2026: Lämpenpumpen, Gas oder Öl – Welche Heizung ist am günstigsten?
Eine Analyse von Immowelt für 2026 zeigt, dass Wärmepumpen voraussichtlich die kostengünstigste Heizmethode sind. Der Vergleich berücksichtigt die Kosten für Wärmepumpen, Gas und Öl.

Der Immobilienportal Immowelt hat eine Analyse veröffentlicht, die die Kosten verschiedener Heizmethoden im Jahr 2026 vergleicht. Laut der Analyse werden Wärmepumpen voraussichtlich die wirtschaftlichste Art sein, ein Haus zu beheizen, unter Berücksichtigung der Preisentwicklung für Strom, Gas und Öl sowie der Effizienz verschiedener Heizsysteme.
Die Berechnungen von Immowelt verglichen ein typisches 150 Quadratmeter großes, teilweise saniertes Altbauhaus mit einem Wärmebedarf von 21.000 kWh pro Jahr. Die jährlichen Kosten für eine Gasheizung wurden auf etwa 2.690 Euro geschätzt, während die Kosten für eine Luftwärmepumpe bei etwa 1.680 Euro liegen würden. Dies bedeutet eine jährliche Einsparung von über 1.000 Euro für Wärmepumpenbesitzer. Die höheren Anschaffungskosten einer Wärmepumpe amortisieren sich voraussichtlich nach etwa 8–12 Jahren.
Die Effizienz einer Wärmepumpe basiert auf ihrer Fähigkeit, mehr Wärme zu erzeugen, als sie Strom verbraucht. Dies wird durch die Jahresarbeitszahl (JAZ) angegeben, die angibt, wie viele Kilowattstunden Wärmeenergie aus einer Kilowattstunde Strom gewonnen werden. Eine JAZ von 4 bedeutet beispielsweise, dass 75 Prozent der Energie kostenlos aus der Umwelt stammen.
Immowelt betont, dass die Betriebskosten einer Wärmepumpe durch die Wahl des richtigen Stromtarifs beeinflusst werden können. Optionen sind der normale Haushaltsstrom mit einem Netzentgelt-Rabatt, dynamische Stromtarife oder ein separater Wärmepumpen-Stromtarif. Die Nutzung eines eigenen Solaranlagen-Systems kann die Kosten ebenfalls erheblich senken.
Die Analyse prognostiziert, dass die Preise für fossile Brennstoffe aus mehreren Gründen weiter steigen werden. Die CO2-Bepreisung wird verschärft, und ab 2029 müssen Gas- und Ölheizungen teilweise erneuerbare Brennstoffe verwenden, die teurer sind. Zudem werden die Kosten für Gasnetzentgelte voraussichtlich steigen, da die Nutzerbasis durch den Umstieg auf Wärmepumpen kleiner wird.