Indien überarbeitet E-Commerce-Regeln gegen "Dark Patterns" und gefälschte Sponsorenangebote
Die indische Regierung hat ihre E-Commerce-Regeln aktualisiert, um irreführende Praktiken wie manipulierte Suchergebnisse und versteckte Gebühren auf Online-Plattformen zu bekämpfen.

Die indische Regierung hat die Verbraucherschutzregeln für den E-Commerce (Consumer Protection (E-commerce) Rules, 2020) überarbeitet, um die Kontrolle über irreführende Praktiken auf Online-Marktplätzen und Quick-Commerce-Plattformen zu verschärfen. Die Änderungen zielen auf die Manipulation von Suchergebnissen, sogenannte "Dark Patterns" (irreführende Benutzeroberflächen) und die Transparenz bei gesponserten Angeboten ab.
Die neuen Regeln, "Consumer Protection (E-Commerce) (Amendment) Rules, 2026", treten am 1. Januar 2027 in Kraft. E-Commerce-Unternehmen werden verpflichtet, Partner der nationalen Verbraucherschutz-Hotline (National Consumer Helpline, NCH) zu werden. In den letzten fünf Jahren wurden fast 2 Millionen Verbraucherbeschwerden gegen E-Commerce- und Quick-Commerce-Plattformen über die NCH eingereicht, davon allein 510.000 im Jahr 2025.
Wesentliche Änderungen umfassen die Pflicht zur klaren Kennzeichnung gesponserter Angebote und die Anzeige sowohl des vorherigen als auch des reduzierten Preises bei Rabatten. Die Verwendung von "Dark Patterns" wird verboten, und Plattformen müssen detaillierte Verkäufer- und Produktinformationen bereitstellen. Die Nutzung von Verbraucherdaten erfordert die ausdrückliche Zustimmung.
Darüber hinaus wird es E-Commerce-Unternehmen untersagt, gebündelte Gebühren für Dienstleistungen zu erheben, die nicht direkt mit dem E-Commerce zusammenhängen. Bei importierten Waren müssen Angaben zum Importeur und zum Ursprungsland gemacht werden. Diese Vorschriften zielen darauf ab, ein transparenteres und rechenschaftspflichtigeres E-Commerce-Ökosystem zu schaffen.