Indiens Fintech-Markt wartet auf Klarheit bei UPI-Transaktionsgebühren
Die geplante Einführung von Händlergebühren für Indiens UPI-Zahlungssystem sorgt für Unsicherheit in der Branche und beeinflusst die Strategien von Finanzdienstleistern.

Die Debatte um die Monetarisierung des Unified Payments Interface (UPI) in Indien bleibt das beherrschende Thema der Fintech-Branche. Die National Payments Corporation of India (NPCI) hat die Einführung einer sogenannten Merchant Discount Rate (MDR) für ausgewählte Transaktionen mehrfach verschoben. Das derzeit diskutierte Modell sieht eine Gebühr von 0,40 % für Transaktionen über 2 000 Rupien vor.
Der Vorschlag stieß bei Einzelhandelsverbänden auf erheblichen Widerstand, da diese eine zusätzliche Kostenbelastung befürchten. Obwohl juristische Schritte gegen das Vorhaben unternommen wurden, hat das oberste Gericht eine Aussetzung abgelehnt. Für Banken und Zahlungsdienstleister gilt die Einführung dieser Gebühren als entscheidender Schritt, um in einem wettbewerbsintensiven Umfeld neue Ertragsmöglichkeiten zu erschließen.
Die Unsicherheit über den Zeitplan hat bereits die Aktienkurse börsennotierter Unternehmen wie Paytm belastet. Während die Branche auf eine finale Entscheidung wartet, treten neue Akteure in den Vordergrund. Unternehmen wie Credfix, das KI zur Unterstützung überschuldeter Kreditnehmer einsetzt, sowie die Vermögensverwaltungs-App FOLO verdeutlichen die Diversifizierung des indischen Finanztechnologie-Sektors.