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Technologie

Indien schreibt ab 2027 SIM-Bindung für Messenger-Dienste vor

Messenger-Dienste müssen ihre Konten bis Ende 2026 an die registrierte SIM-Karte binden, um Cyberkriminalität in Indien einzudämmen.

23. Oktober 2026
Indien schreibt ab 2027 SIM-Bindung für Messenger-Dienste vor

Ab dem 1. Januar 2027 sind Messaging-Plattformen in Indien dazu verpflichtet, eine SIM-Bindung einzuführen. Laut einer Anordnung des indischen Telekommunikationsministeriums müssen Dienste wie WhatsApp und Telegram sicherstellen, dass Benutzerkonten dauerhaft mit der registrierten aktiven SIM-Karte verknüpft bleiben.

Die Maßnahme zielt darauf ab, die wachsende Zahl von Identitätsdiebstählen, Phishing-Attacken und Anlagebetrügereien zu reduzieren. Behörden kritisieren, dass die bisherige Praxis, bei der eine SIM-Karte nur bei der Einrichtung benötigt wurde, es Tätern ermöglicht, Dienste auch ohne die dazugehörige Karte auf fremden Geräten zu betreiben.

Während sich einige Plattformen bereits auf die technischen Anpassungen vorbereiten, werfen die neuen Regeln Fragen zur Nutzbarkeit von eSIM-Karten und dem Zugriff über mehrere Geräte hinweg auf. Andere Anbieter, wie Snapchat, sehen sich aufgrund ihres Geschäftsmodells nicht von den Vorgaben betroffen. Die Einhaltung der Frist bis zum 31. Dezember 2026 ist für die betroffenen Unternehmen verpflichtend.

Die Verschärfung erfolgt vor dem Hintergrund massiver finanzieller Verluste durch Internetkriminalität in Indien. Die Regierung betrachtet die SIM-Bindung als notwendigen Schritt, um das Vertrauen in die digitale Kommunikation und den Zahlungsverkehr langfristig zu sichern.

Originalquelle: inc42.com