Indien erlaubt Händlergebühren für UPI-Transaktionen über 2.000 Rupien
Die indische Regierung hat eine Grenze von 2.000 Rupien für UPI- und RuPay-Transaktionen festgelegt, oberhalb derer eine Händler-Diskontrate (MDR) erhoben werden kann. Dies deutet auf eine mögliche Neuausrichtung der Finanzierung digitaler Zahlungen hin.

Die indische Regierung hat den Weg für die Wiedereinführung der Händler-Diskontrate (MDR) bei hochwertigen UPI-Transaktionen geebnet, indem sie eine Schwelle von 2.000 Rupien für gebührenfreie Zahlungen festgelegt hat. Eine Mitteilung des Finanzministeriums vom 14. September wies Transaktionen bis zu 2.000 Rupien bei UPI und RuPay-Debitkarten als geschützte Zahlungsarten aus, was bedeutet, dass Banken und Systemanbieter keine direkten oder indirekten Gebühren dafür erheben dürfen.
Die Mitteilung folgt auf eine Gesetzesänderung, die den pauschalen Schutz vor MDR durch die Befugnis der Regierung ersetzte, geschützte Zahlungsarten festzulegen. Zuvor, seit Januar 2020, waren UPI- und RuPay-Debitkartenzahlungen von MDR befreit, wobei die Regierung Anreize zur Unterstützung des digitalen Zahlungsverkehrs bot. Diese Anreize deckten jedoch nur einen Teil der Kosten der Branche.
Dieser Schritt schafft einen potenziellen neuen Finanzierungsmechanismus für Indiens digitale Zahlungsverkehrsinfrastruktur, insbesondere für größere Transaktionen. Laut Regierungsangaben machen Transaktionen über 2.000 Rupien 67 % des Gesamtwerts von UPI-Transaktionen aus. Der Schutz kleinerer Zahlungen unterhalb der Schwelle zielt darauf ab, das kostengünstige Angebot von UPI für kleine Händler zu erhalten.
Die tatsächliche MDR-Rate, falls sie eingeführt wird, wurde noch nicht festgelegt. Das von der NPCI geleitete Lenkungsausschuss für UPI und Dienstleistungen wird über die Anwendbarkeit der MDR entscheiden und dessen Rahmen und Raten für Transaktionen über der 2.000-Rupien-Schwelle finalisieren.