Indische Aufsichtsbehörde prüft IndiaMART und Justdial wegen Explosivstoff-Angeboten
Die indische Verbraucherschutzbehörde CCPA geht gegen sieben Online-Marktplätze vor, die illegal Sprengstoffe zum Verkauf anboten.

Die indische Zentralbehörde für Verbraucherschutz (CCPA) hat regulatorische Schritte gegen sieben E-Commerce-Plattformen eingeleitet, darunter IndiaMART und Justdial. Grund für die Intervention ist das Angebot von nicht autorisierten Sprengstoffen und gefährlichen Chemikalien wie Ammoniumnitrat, Schießpulver und PETN auf den jeweiligen Websites.
Bislang wurden fast 4 000 Verkäuferprofile und Produktanzeigen von den Plattformen entfernt. Gegen Dial4Trade und ExportersIndia wurden bereits Bußgelder in Höhe von insgesamt 30 Lakh Rupien verhängt. IndiaMART verzeichnete dabei die größte Anzahl an beanstandeten Einträgen.
Die rechtliche Auseinandersetzung dauert an: Während IndiaMART gegen die behördlichen Auflagen vor dem High Court in Delhi klagt, hat Justdial bisher keine inhaltliche Stellungnahme abgegeben. Ein abschließender Gerichtstermin ist für den 23. Oktober angesetzt. Die Behörde unterstreicht, dass Plattformbetreiber verpflichtet sind, die Lizenzen ihrer Händler zu prüfen und den Verkauf regulierter Substanzen strikt zu kontrollieren.