IndiaMART schränkt Datenzugriff ein, um sich gegen KI-Bots zu schützen
Die B2B-Plattform IndiaMART hat ihre Inhalte hinter Login-Schranken verlegt, um das automatisierte Auslesen von Daten durch Suchmaschinen und KI-Agenten zu unterbinden.
IndiaMART reagiert auf die Verbreitung von KI-basierten Suchagenten, indem das Unternehmen den freien Zugriff auf seine Plattformdaten einschränkt. CEO Dinesh Agarwal erklärte, man nehme einen Rückgang bei den Geschäftsanfragen in Kauf, um den internen Datenbestand zu schützen. Im zweiten Quartal verzeichnete das Unternehmen 27 Millionen Anfragen, ein Rückgang von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Entscheidung zielt darauf ab, die Nutzung der eigenen Inhalte durch große Sprachmodelle und automatisierte Suchdienste zu begrenzen. Während IndiaMART bereit ist, anonymisierte Daten gegen Vergütung für KI-Training zu lizenzieren, bleibt der unentgeltliche Zugriff für Retrieval-Agenten gesperrt. Das Unternehmen setzt stattdessen verstärkt auf gezielte Performance-Werbung, um den Traffic zu steuern.
Parallel dazu experimentiert IndiaMART mit neuen Geschäftsmodellen, darunter ein verifiziertes Käuferprogramm und Angebote zur Kreditvermittlung. Von einer vollständigen Umstellung auf ein transaktionsbasiertes Marktplatzmodell sieht die Unternehmensführung jedoch ab, da man sich auf die Verbesserung bestehender Prozesse konzentrieren will, ohne das erfolgreiche Listungs-Geschäftsmodell aufzugeben.