Indische Behörden verbieten Trinkgeld-Aufforderungen vor der Fahrt in Fahrdienst-Apps
Indiens Ministerium für Straßenverkehr und Autobahnen (MoRTH) hat Fahrdienst-Apps angewiesen, keine Trinkgeld-Aufforderungen vor oder während einer Fahrt mehr anzuzeigen. Trinkgeld muss freiwillig bleiben und erst nach Abschluss der Fahrt sichtbar sein.

Indiens Ministerium für Straßenverkehr und Autobahnen (MoRTH) hat alle App-basierten Fahrdienstvermittler angewiesen, das Anzeigen von Trinkgeld-Aufforderungen vor oder während einer Fahrt einzustellen. Diese Anordnung setzt Klausel 14.15 der Richtlinien für Kraftfahrzeugvermittler von 2025 durch, die Funktionen verbietet, die Trinkgelder vor oder während einer Fahrt fördern.
Das Ministerium erklärte in einer Mitteilung vom 11. August, dass Trinkgeld ausschließlich freiwillig sein muss und den Nutzern erst nach Abschluss einer Fahrt angezeigt werden darf. Die Richtlinien verbieten ausdrücklich jegliche Funktion, Aufforderung oder Schnittstelle, die „direkt oder indirekt dazu ermutigt, verleitet oder den Eindruck erweckt, dass die Zahlung eines zusätzlichen Betrags die Bestätigung der Fahrt, die Annahme durch den Fahrer, die Fahrervergabe, die Wartezeit oder die Servicequalität verbessern könnte“.
MoRTH hat die Vermittler angewiesen, ihre Anwendungen zu überprüfen und alle nicht konformen Funktionen zu entfernen. Wenn eine Plattform eine Trinkgeldoption anbieten möchte, muss sie die Nutzer erst am Ende der Fahrt auffordern. Darüber hinaus müssen 100 % des Trinkgeldbetrags dem Fahrer gutgeschrieben werden, ohne Abzüge durch die Plattform.
Dieser Schritt folgt auf frühere Überprüfungen durch Verbraucherschutzbehörden, einschließlich einer Mitteilung an Uber bezüglich seiner Funktion „Advance Tip“. Berichte aus dem späten Jahr 2025 zeigten, dass ein erheblicher Teil der Nutzer weiterhin auf diese Aufforderungen stieß, was Bedenken hinsichtlich Fairness und möglicher Ausbeutung auf Fahrdienstplattformen aufwarf.