Indische Behörden untersuchen Kryptoplattformen wegen möglicher Devisenverstöße
Die indische Enforcement Directorate hat Razzien bei RPFAS Technologies und Instadapp im Rahmen von Untersuchungen zu grenzüberschreitenden Krypto-Transaktionen durchgeführt.
Die indische Finanzbehörde Enforcement Directorate (ED) hat in vier Gebäuden Durchsuchungen durchgeführt, um mutmaßliche Verstöße gegen das Foreign Exchange Management Act (FEMA) zu untersuchen. Die Ermittlungen betreffen das Unternehmen RPFAS Technologies, Betreiber der Plattformen Mudrex und Saber.money, sowie das DeFi-Protokoll Instadapp, das heute unter dem Namen Fluid agiert.
Nach Angaben der Behörde belaufen sich die untersuchten Transaktionen auf etwa 5.000 Crore Rupien. Der Vorwurf lautet, dass die Unternehmen durch die Nutzung von Briefkastenfirmen und ausländischen Krypto-Börsen unerlaubte grenzüberschreitende Zahlungen ermöglicht haben. Die ED kritisiert zudem, dass RPFAS Technologies trotz fehlender Genehmigung der indischen Zentralbank explizit für internationale Geldtransfers via Stablecoins geworben habe.
Im Fall von Instadapp behauptet die Behörde, das Unternehmen werde trotz US-amerikanischer Registrierung faktisch aus Indien gesteuert. Erträge seien über fingierte Beratungsrechnungen nach Indien zurückgeführt worden. Bisher wurden keine Verhaftungen oder Anklagen bekannt gegeben; die Untersuchungen dauern an.