Indische Gerichte kämpfen mit KI-Fehlern
Indiens Oberster Gerichtshof hat eine Null-Toleranz-Politik gegen KI-generierte Falschurteile erlassen. Eine Reihe von Fällen hat gezeigt, wie Gerichte auf fabrizierten Zitaten, nicht existierenden Urteilen und veränderten Rechtsdokumenten basieren.

Der Oberste Gerichtshof Indiens hat eine Null-Toleranz-Politik gegen künstliche Intelligenz (KI), die falsche Rechtspräzedenzfälle generiert, erlassen. Die Entscheidung vom 2. Juli 2026 befasst sich mit einem wachsenden Problem, bei dem verschiedene Gerichte auf fabrizierte Zitate, nicht existierende Urteile oder reale Urteile mit erfundenen Absätzen zurückgegriffen haben.
Im vergangenen Jahr sind mehrere Fälle aufgetreten, bei denen Tribunale, Prozessgerichte und Hohe Gerichte KI-generierte Rechtsmaterialien für fehlerhafte Entscheidungen verwendet haben. Ein signifikanter Fall betraf ein Tribunal, das seine Entscheidung auf sechs fehlerhafte Präzedenzfälle stützte. Drei dieser Zitate existierten nicht, und drei reale enthielten fabrizierte Abschnitte oder falsche Aktenzeichen. Beunruhigenderweise bezog das Tribunal diese gefälschten Präzedenzfälle eigenständig, ohne dass sie geprüft wurden.
Der Oberste Gerichtshof hat die Verwendung solcher Materialien als "Dienstvergehen" für Anwälte und als "ernsthafte Unachtsamkeit" für Richter eingestuft. Er hat den Anwaltsrat von Indien (Bar Council of India) beauftragt, Disziplinarrichtlinien zu entwickeln, und "halluzinierte" Rechtsfälle metaphorisch mit der "Freisetzung von Methylisocyanat im Bereich von Recht und Justiz" verglichen.
Diese Haltung folgt auf eine Reihe verwandter Vorfälle. Im Februar 2026 erklärte der Oberste Gerichtshof eine Entscheidung eines Prozessgerichts, die auf gefälschten KI-Urteilen basierte, zu "Dienstvergehen" mit rechtlichen Konsequenzen. Andere Hohe Gerichte, darunter der Bombay High Court und der Delhi High Court, haben Prozessparteien und Beamte wegen der Einreichung von KI-generiertem Inhalt mit Geldstrafen belegt. Selbst der Punjab and Haryana High Court befasste sich im März 2023 mit ChatGPT, um eine breitere Perspektive auf die Rechtssprechung zu gewinnen, betonte jedoch, dass dies nur zur Kontextualisierung und nicht als maßgebliche Meinung diente.