Indische Regierung führt Gebühren für UPI-Transaktionen wieder ein
Die indische Regierung bereitet die Wiedereinführung von Händlergebühren (MDR) für UPI-Transaktionen vor und kehrt damit die Entscheidung von 2019 um, die diese Gebühren für Zahlungsdienstleister abgeschafft hatte.

Die indische Regierung plant eine Änderung des Gesetzes über Zahlungs- und Abwicklungssysteme, um Gebühren für UPI-Transaktionen wieder einzuführen. Damit wird es Banken und Zahlungs-Apps ermöglicht, von Händlern erneut Gebühren zu erheben. Dieser Schritt hebt die Regelung von 2019 auf, die die Händlerrabattrate (Merchant Discount Rate, MDR) für UPI- und RuPay-Debitkartentransaktionen auf Null gesetzt hatte.
Die vorgeschlagene Änderung ermächtigt die Regierung, MDR-Gebühren festzulegen, die Händler für die Abwicklung von Transaktionen an Zahlungsdienstleister zahlen müssen. Zuvor wurden diese Gebühren bei Kreditkartentransaktionen erhoben und existierten auch für UPI, bevor sie im Januar 2020 abgeschafft wurden.
Branchenanalysen deuten darauf hin, dass die Hauptnutznießer der Wiedereinführung von MDR die Banken sein werden, insbesondere solche mit hohem Transaktionsvolumen von Händlern wie HDFC, SBI und ICICI. Zahlungs-Apps wie PhonePe und Google Pay werden ebenfalls einen Anteil an diesen Gebühren erhalten, was ihre finanzielle Situation erheblich beeinflussen könnte, insbesondere im Hinblick auf zukünftige Börsengänge.
Die Wiedereinführung von MDR wird voraussichtlich die Einnahmen von Finanzinstituten und Zahlungsplattformen steigern, erhöht jedoch die Kosten für Händler, die digitale Zahlungen akzeptieren. Die Kehrtwende der Regierung signalisiert eine mögliche Strategie zur Gewährleistung der finanziellen Nachhaltigkeit und des Wachstums von Indiens schnell wachsendem Ökosystem für digitale Zahlungen.