Indische Regierung gibt keine Deepfake-Beschwerdedaten preis, reagiert mit neuen Gesetzen
Die indische Zentralregierung hat es abgelehnt, spezifische Zahlen zu Deepfake-Beschwerden und Anfragen zur Entfernung von Inhalten trotz einer parlamentarischen Anfrage offenzulegen. Stattdessen wurden bestehende und neue rechtliche Rahmenbedingungen für den Umgang mit KI-generierten Inhalten dargelegt.

Die indische Regierung hat es abgelehnt, die Anzahl der bearbeiteten Deepfake-Beschwerden oder Anfragen zur Entfernung von Inhalten preiszugeben, obwohl sie im Parlament ausdrücklich danach gefragt wurde. In einer schriftlichen Antwort legte die Regierung stattdessen den bestehenden rechtlichen Rahmen für die Bekämpfung von KI-generierten Deepfakes dar, einschließlich kürzlicher Regeländerungen und Durchsetzungsmechanismen.
Die von Parlamentsmitglied Karti P. Chidambaram an das Ministerium für Elektronik und Informationstechnologie (MeitY) gerichtete Anfrage forderte Daten über eingegangene Deepfake-Beschwerden, die Einhaltung von Anordnungen zur Entfernung von Inhalten und Koordinierungsbemühungen. Die Regierung lieferte jedoch keine Zahlen zu Beschwerden, die über das National Cyber Crime Reporting Portal, CERT-In oder andere Behörden in den letzten zwei Jahren eingegangen sind. Ebenso fehlten Daten zu Anfragen an soziale Medien-Intermediäre zur Entfernung von Deepfakes und deren Einhaltung der vorgeschriebenen Frist von drei Stunden.
Anstatt Statistiken zu liefern, hob die Regierung die bestehenden rechtlichen Bestimmungen hervor. Dazu gehören Abschnitte des indischen Information Technology Act von 2000, die Straftaten wie Identitätsdiebstahl, Vortäuschung einer falschen Identität und Verletzung der Privatsphäre behandeln. Die Antwort verwies auch auf Bestimmungen des Bharatiya Nyaya Sanhita von 2023, die sich mit Betrug durch Vortäuschung einer falschen Identität, Fälschung und irreführender Information befassen.
Die Regierung verwies auch auf die im Februar 2026 notifizierten geänderten IT-Regeln. Diese Regeln verpflichten Plattformen, KI-generierte Inhalte zu kennzeichnen, Metadaten zu speichern und Maßnahmen zur Erkennung rechtswidriger synthetischer Inhalte zu implementieren. Plattformen müssen rechtswidrige Inhalte innerhalb von drei Stunden nach Erhalt gültiger behördlicher oder gerichtlicher Anordnungen entfernen; bei Nichteinhaltung droht der Verlust des Schutzes für "safe harbor".
Hinsichtlich der Durchsetzung und Koordination verwies die Regierung auf bestehende Mechanismen. Dazu gehören das Indian Cyber Crime Coordination Centre (I4C) und die Samanvaya-Plattform, die Cyberkriminalitätsermittlungen zwischen den Bundesstaaten vernetzt. Die Regierung gab an, dass diese Bemühungen zu zahlreichen Festnahmen und zur Identifizierung krimineller Verbindungen geführt haben.