📣 Senden Sie uns Ihre Pressemitteilung
Seite aktualisiert sich alle 15 Minuten
Technologie

Indische Parlamentarische Kommission schlägt Interims-Krypto-Regulierung vor

Indiens Stehender Parlamentsausschuss für Finanzen hat einen Mechanismus für die Interimsregulierung von virtuellen digitalen Vermögenswerten (VDAs) empfohlen, was Hoffnungen in der Kryptobranche auf eine umfassendere Aufsicht weckt.

25. Juli 2026
Indische Parlamentarische Kommission schlägt Interims-Krypto-Regulierung vor

Indiens Stehender Parlamentsausschuss für Finanzen hat die Einrichtung eines Interims-Regulierungsmechanismus für virtuelle digitale Vermögenswerte (VDAs) durch eine anerkannte Selbstregulierungsorganisation (SRO) unter einer designierten Regulierungsbehörde empfohlen. Diese Empfehlungen, die sich auf den vorgeschlagenen Securities Markets Code, 2025, beziehen, haben die Hoffnungen in der Kryptobranche neu entfacht, dass die politischen Diskussionen über die Besteuerung und AML-Compliance hinausgehen und sich der Regulierung des Marktes selbst zuwenden werden.

Die Empfehlungen ändern nicht den bestehenden Regulierungsrahmen, stellen aber eine formelle Anerkennung dar, dass der Sektor weiterhin in einem regulatorischen Graubereich operiert. "Es ist ein wichtiges Signal, wenn auch noch keine Politikänderung. Es ist eine Verlagerung der offiziellen Anerkennung", erklärte Edul Patel, Gründer und CEO von Mudrex. Patel merkte an, dass der Ausschuss zum ersten Mal in einem parlamentarischen Dokument anerkannt hat, dass der Ausschluss von VDAs aus dem indischen Wertpapierrahmen eine regulatorische Lücke geschaffen hat.

Derzeit besteuert Indien VDA-Einkommen mit 30 %, erhebt eine 1 % TDS auf bestimmte VDA-Übertragungen und verlangt von Kryptobörsen, dass sie sich bei der Financial Intelligence Unit-India (FIU-IND) registrieren. Ein umfassendes Gesetz, das den Sektor regelt, ist jedoch noch nicht verabschiedet worden. SB Seker, Leiter für APAC bei Binance, glaubt, dass die Empfehlungen darauf hindeuten, dass die politischen Entscheidungsträger über Compliance-Maßnahmen hinaus zu einem umfassenderen Rahmen für digitale Vermögenswerte übergehen.

Branchenakteure betonen, dass digitale Vermögenswerte wie Kryptowährungen, Stablecoins und tokenisierte Wertpapiere aufgrund ihrer unterschiedlichen wirtschaftlichen Funktionen nicht als eine einzige Klasse reguliert werden sollten. Patel schlägt eine Klassifizierung vor, bei der tokenisierte Wertpapiere unter die Zuständigkeit der SEBI, zahlungsorientierte Vermögenswerte unter die Aufsicht der RBI und kryptonative Vermögenswerte unter einen separaten VDA-Rahmen fallen, der von der SRO unterstützt wird. Dies könnte auch die Tokenisierung traditioneller Vermögenswerte erleichtern, auch wenn Fragen des Eigentums, der Verwahrung und des Anlegerschutzes noch geklärt werden müssen.

Der Vorschlag des Ausschusses für eine SRO erhält breite Unterstützung von der Branche, wird jedoch oft eher als Brücke denn als dauerhafte Lösung angesehen. Branchenakteure betonen jedoch, dass Lizenzierung, Durchsetzung und Politikgestaltung letztendlich bei der Regierung liegen sollten, wobei die SRO eine eher operative und überwachende Rolle spielen soll.

Originalquelle: inc42.com