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Technologie

Indisches Parlamentsgremium fordert Entschuldigung von Meta-Chef wegen entferntem Modi-Video

Ein indisches Parlamentsgremium hat Meta-CEO Mark Zuckerberg wegen der vorübergehenden Entfernung eines Videos von Premierminister Narendra Modi auf Facebook eine Entschuldigung abverlangt.

4. August 2026
Indisches Parlamentsgremium fordert Entschuldigung von Meta-Chef wegen entferntem Modi-Video
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Ein ständiger Parlamentsausschuss für Kommunikation und Informationstechnologie in Indien hat von Meta Platforms CEO Mark Zuckerberg eine Entschuldigung für die vorübergehende Entfernung eines Videos des indischen Premierministers Narendra Modi von Facebook gefordert. Der Ausschussvorsitzende Nishikant Dubey erklärte am Montag, dass das Unternehmen seinen „Safe Harbor“-Schutz gemäß Abschnitt 79 des Information Technology Act verlieren könnte, wenn keine Entschuldigung erfolgt.

Dubey bezeichnete die Entfernung des Videos, die laut Meta fünf Stunden dauerte, als eine sehr ernste Angelegenheit. Er äußerte auch Bedenken, dass die Algorithmen von Meta neuen Protestgruppen mehr Sichtbarkeit verschaffen als etablierten politischen Parteien. Der Ausschuss traf sich auch mit Vertretern anderer digitaler Plattformen, darunter Google, X (ehemals Twitter), YouTube und Snapchat, um die Regulierung von sozialen und digitalen Plattformen zu erörtern.

Die Untersuchung folgt auf einen Vorfall, bei dem das indische Ministerium für Elektronik und Informationstechnologie Metas globalen Leiter für Angelegenheiten, Joel Kaplan, wegen der Entfernung von Modis Video einbestellt hatte. Das Ministerium hinterfragte die Praktiken des Unternehmens zur Inhaltsmoderation und forderte eine detaillierte Überprüfung, wie der Beitrag gemeldet, eingeschränkt und wiederhergestellt wurde.

Laut Dubey entschuldigte sich Meta bei dem Ausschuss und gab an, die Entfernung des Videos sei ein Fehler gewesen. Mehrere Ausschussmitglieder betonten jedoch, dass Rechenschaftspflicht, nicht nur eine Entschuldigung, entscheidend sei. Der Ausschuss äußerte auch Bedenken hinsichtlich illegaler Inhalte, einschließlich kinderpornografischem Material (CSAM) und gewaltverherrlichenden Inhalten gegen Frauen, die auf den Plattformen vorhanden sind, und forderte strengere Maßnahmen zu deren Entfernung.

Oppositionsabgeordnete im Gremium warnten vor politischer Einflussnahme auf Entscheidungen zur Inhaltsmoderation und argumentierten, dass Kritik an der Regierung nicht mit „anti-nationalen Inhalten“ gleichgesetzt werden dürfe. Sie betonten, dass die Technologie reguliert werden sollte, nicht die Demokratie, und dass abweichende Meinungen nicht kriminalisiert werden dürften.

Originalquelle: medianama.com