Indische Einzelhändler protestieren gegen neue UPI-Zahlungsgebühren
Indische Einzelhändler planen am 2. Oktober einen Protest gegen neue Händlergebühren (MDR) für UPI-Transaktionen. Verbraucher können UPI weiterhin für Zahlungen unter 2.000 Rupien ohne zusätzliche Kosten nutzen.
Indische Einzelhändler haben für den 2. Oktober einen "No UPI Day" angekündigt, um gegen neue Gebühren für Transaktionen über das Unified Payments Interface (UPI) zu protestieren. Während UPI-Zahlungen unter 2.000 Rupien (ca. 22 Euro) für Verbraucher weiterhin kostenlos bleiben, werden ab sofort Händlergebühren (MDR) für Transaktionen über diesem Schwellenwert erhoben.
Die All India Mobile Retailers Association (AIMRA) hat ihre Mitglieder aufgerufen, ihre UPI-QR-Codes als Zeichen des Protests mit schwarzem Tuch zu bedecken. Fünf weitere Handelsverbände haben sich der Bewegung angeschlossen. Einzelhändler argumentieren, dass die Akzeptanz von UPI gefördert und nicht besteuert werden sollte, und vergleichen die neuen Gebühren mit einer Steuer.
MDR ist eine Gebühr, die Händler für erhaltene digitale Zahlungen entrichten und die zwischen Banken und Zahlungs-Apps aufgeteilt wird. Ab dem 15. Oktober werden Händler für bestimmte UPI-Zahlungen über 2.000 Rupien MDR zahlen. Während die Regulierung darauf abzielt, die Kosten des UPI-Ökosystems zu decken, argumentieren Einzelhändler, dass die neue Struktur Unterschiede zwischen verschiedenen Sektoren schafft.
Die neuen Gebührenstrukturen variieren je nach Sektor. Für Zahlungen über 2.000 Rupien wird eine Gebühr von 0,4 % des Transaktionswertes erhoben, mit einem Höchstbetrag von 300 Rupien (ca. 3,30 Euro). Für Eisenbahnen, Telekommunikation, Versicherungen und Kraftstoffe beträgt die Gebühr pauschal 5 Rupien pro Transaktion über 2.000 Rupien. Aktienmakler und Transaktionen mit Investmentfonds zahlen 0,02 % der Transaktion, begrenzt auf 300 Rupien. Kleine Händler, deren monatliche UPI-Einnahmen unter 100.000 Rupien (ca. 1.100 Euro) liegen, sind von den Gebühren befreit.