Indische Steuerbehörde verschärft Meldepflichten für Kryptobörsen
Indiens Oberster Rat für direkte Steuern (CBDT) hat neue Richtlinien für die Meldung von Krypto- und digitalen Vermögenswerten erlassen, die ab 2026 gelten. Die neuen Vorschriften verpflichten Krypto-Dienstleister zur Erfassung und Meldung von Nutzerinformationen.

Indiens Oberster Rat für direkte Steuern (CBDT) hat neue Richtlinien für die Meldung von Kryptowährungen und anderen digitalen Vermögenswerten veröffentlicht. Der Rahmen, bekannt als Crypto-Asset Reporting Framework (CARF), zielt darauf ab, die Transparenz der Steuerbehörden auf den Kryptomärkten zu erhöhen und die ordnungsgemäße Steuereintreibung sicherzustellen.
Die neuen Anforderungen, die ab Beginn des Kalenderjahres 2026 gelten, verpflichten Krypto-Dienstleister wie Börsen und Broker, meldepflichtige Nutzer zu identifizieren, ihren steuerlichen Wohnsitz festzustellen und bestimmte Transaktionen jährlich zu melden. Diese Meldung muss bis zum 31. Mai des Folgejahres über das Formular 167 eingereicht werden.
Die Richtlinien erweitern die Aufsicht der Steuerbehörden auf Kryptowährungen, Sicherheitstoken und bestimmte NFTs. Dienstleister müssen die Steuerdaten der Kunden, einschließlich ausländischer Steueridentifikationsnummern, erfassen und verifizieren. Sie müssen auch Anschaffungen, Veräußerungen, Krypto-zu-Krypto-Handel und Überweisungen melden, wobei die Transaktionswerte in Rupien angegeben werden.
Branchenakteure haben die neuen Regeln generell begrüßt, da sie die Transparenz und die Einhaltung von Vorschriften verbessern. CEO Vikram Subburaj bemerkte, dass CARF eine neue grenzüberschreitende Meldungsebene zur bestehenden inländischen Aufsicht hinzufügt.
Das CBDT betonte, dass die Richtlinien keine neuen Steuern auf digitale Vermögenswerte einführen oder deren bestehende steuerliche Behandlung ändern. Sie legen auch nicht die Legalität von Kryptotransaktionen in Indien fest. Obwohl Indien noch keine spezifische Gesetzgebung für den Kryptosektor hat, sehen Branchenexperten dies als Schritt in Richtung einer verantwortungsvolleren Regulierung.