Indiens Zentralbank prüft Gold-Tokenisierung
Die indische Zentralbank (RBI) prüft die Tokenisierung von Gold als neue Möglichkeit zur Verwaltung von Vermögenswerten. Ziel ist es, die Abwicklung von Finanztransaktionen zu verbessern.

Die indische Zentralbank (RBI) erwägt die Tokenisierung von Gold als eine weitere Anlageklasse, die in ihre Finanzsysteme integriert werden könnte. Dies kündigte P. Vasudevan, Direktor der RBI, auf dem Global FinTech Fest an. Die Maßnahme soll bestehende Herausforderungen bei der Abwicklung von Finanztransaktionen lösen.
Vasudevan betonte, dass sich die RBI auf die Tokenisierung von Finanzanlagen wie Einlagenzertifikate, Commercial Papers und Unternehmensanleihen konzentriert. Dies unterscheidet sich von der Tokenisierung realer Vermögenswerte wie Kunst oder Immobilien. Die Zentralbank sieht in der Tokenisierung Potenzial zur Effizienzsteigerung im Finanzwesen.
Diese Prüfung ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Erweiterung der Unified Markets Interface (UMI) der RBI. Die UMI-Plattform soll die Tokenisierung und Abwicklung verschiedener Finanzanlagen unter Nutzung von Großhandels-Zentralbank-Digitalwährungen (CBDC) ermöglichen. Die RBI verwies auf die bereits erfolgreich umgesetzte flächendeckende Tokenisierung von Kartendaten als Referenz.
Vasudevan wies auch auf potenzielle Risiken der Tokenisierung hin, darunter die Notwendigkeit rechtlicher und regulatorischer Klarheit, Datenschutzbedenken, mögliche Konzentrationsrisiken bei Dienstleistern und die Bedeutung der Interoperabilität. Die RBI prüft zudem die veränderte Rolle bestehender Marktintermediäre und schlägt vor, dass diese „Tokenisierungs-as-a-Service“ anbieten könnten.