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Wissenschaft

Indiens Bildungsminister tritt zurück, Taskforce für Prüfungreformen angekündigt

Indiens Bildungsminister Dharmendra Pradhan trat am Wochenende nach landesweiten Protesten im Zusammenhang mit dem NEET-Prüfungsskandal zurück. Pralhad Joshi wurde zum neuen Minister ernannt. Die Regierung kündigte zudem die Einrichtung einer Taskforce für Prüfungreformen an.

27. Juli 2026
Indiens Bildungsminister tritt zurück, Taskforce für Prüfungreformen angekündigt
Bild ist eine KI-generierte Illustration

Indiens Bildungsminister Dharmendra Pradhan ist am Wochenende von seinem Amt zurückgetreten. Dies geschah nach wochenlangen landesweiten Protesten, angeführt von der Cockroach Janata Party (CJP), die seinen Rücktritt aufgrund von Unregelmäßigkeiten bei der NEET-Prüfung forderten. Pralhad Joshi wurde zum neuen Bildungsminister ernannt.

Angesichts der eskalierenden Proteste kündigte Premierminister Narendra Modi die Einrichtung einer hochrangigen Arbeitsgruppe an, die Reformen für Indiens öffentliches Prüfungssystem empfehlen soll. Die von Nandan Nilekani geleitete Gruppe wird Empfehlungen für zuverlässigere, transparentere und technologieorientierte Prüfungen erarbeiten. Modi erklärte, die Regierung habe bereits Maßnahmen gegen die am Betrug beteiligten Personen eingeleitet und die gesetzlichen Bestimmungen gegen Prüfungsvweigerungen verschärft.

Während der Protestzeit erließ die Polizei in Delhi Verkehrsempfehlungen und verhängte Sperrverfügungen in Teilen der Hauptstadt. Auch die Operationen von Mobilitäts-, Liefer- und Logistikunternehmen wurden in bestimmten Zonen eingeschränkt, um die Bewegung in gesperrte Bereiche zu verhindern.

Die Regierung ging auch gegen Mesh-Messaging-Anwendungen vor, die angeblich während der Proteste genutzt wurden. Anträge auf Entfernung von Apps wie BitChat, Briar und Bridgefy aus App-Stores wurden gestellt, diese Anordnungen wurden jedoch am nächsten Tag mündlich zurückgezogen.

Die Proteste weiteten sich auf andere Bundesstaaten aus, darunter Westbengalen und Bihar, wo es zu Zusammenstößen kam. In Kalkutta setzte die Polizei Schlagstöcke und Tränengas ein, um Demonstranten zu zerstreuen. In Bihar wurden in einigen Bezirken Internet- und Social-Media-Dienste gesperrt, um die Verbreitung von Fehlinformationen zu verhindern und die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten.

Die CJP kündigte nach Gesprächen mit Regierungsvertretern den Rückzug ihrer Proteste an. Die Regierung hat zugestimmt, das Fünf-Punkte-Programm der CJP zu Bildungs- und Prüfungreformen zu prüfen. Die CJP wird die Fortschritte der Regierung in etwa vier Wochen bewerten und hat ihre Proteste in gutem Glauben basierend auf den vereinbarten Bedingungen eingestellt.

Originalquelle: medianama.com