Indiens neue TV-Bewertungspolitik erfasst auch Connected TVs
Indiens neue TV-Bewertungspolitik schreibt eine technologie-neutrale Messung über alle Plattformen hinweg vor, einschließlich OTT und Connected TVs. Ziel ist die Schaffung eines einheitlichen Publikumsmessrahmens.

Indien hat eine neue Richtlinie für die Messung von TV-Zuschauern eingeführt, die den Geltungsbereich auf digitale Plattformen wie Over-The-Top (OTT)-Dienste und Connected TVs erweitert. Die Television Ratings Policy 2026, die am 27. März in Kraft trat und den bisherigen Rahmen von 2014 ersetzt, verpflichtet Rating-Agenturen zur Anwendung eines technologie-neutralen Messansatzes.
Das Hauptziel der Politik ist es, ein genaueres Bild der Sehbeteiligung in einer zunehmend fragmentierten Medienlandschaft zu erfassen. Über traditionelles Kabel- und Satellitenfernsehen hinaus schreibt die Reform vor, dass Rating-Agenturen das Seherverhalten auch über internetfähige Geräte messen müssen. Eine zentrale Herausforderung wird darin bestehen, die Nutzung auf verschiedenen Plattformen korrekt zu unterscheiden und zu verhindern, dass dasselbe Publikum mehrfach gezählt wird.
Neue Anforderungen gelten auch für Rating-Agenturen, einschließlich Mindestzielen für gemessene Haushalte und erhöhter Transparenz bei Methoden, Audits und Datenschutz. Die Politik zielt darauf ab, den Wettbewerb auf dem Bewertungsmarkt zu fördern, der bisher vom Broadcast Audience Research Council (BARC) dominiert wurde.
Während der neue Rahmen den Markt für zusätzliche Akteure öffnet, schreibt er keine einheitliche branchenweite Methode zur Deduplizierung von Zuschauern aus verschiedenen Quellen vor. Die Entwicklung einer solchen Methodik wird als ein kritischer Aspekt der Umsetzung der Politik erwartet.