Indisches Parlament ebnet Weg für MDR-Gebühren bei UPI-Zahlungen
Indiens Lok Sabha hat ein Gesetz verabschiedet, das die Besteuerung von UPI-Zahlungen regelt und die Einführung von Händlergebühren (MDR) ermöglicht.

Indiens Unterhaus, die Lok Sabha, hat am Donnerstag ein Gesetz verabschiedet, das das Payment and Settlement Systems Act von 2007 ändert. Dieser Schritt eröffnet der Zentralregierung die Möglichkeit, Händler-Diskontsätze (Merchant Discount Rate, MDR) für Transaktionen über das Unified Payments Interface (UPI) einzuführen.
Finanzministerin Nirmala Sitharaman hat den Gesetzesentwurf eingebracht, der nun dem Rajya Sabha, dem Oberhaus des Parlaments, zur Abstimmung vorgelegt wird. Die Änderung betrifft spezifisch den rechtlichen Rahmen für digitale Zahlungssysteme.
Ministerin Sitharaman erklärte, dass die MDR ausschließlich für Händler gelten und nicht für Endverbraucher oder Kunden. Sie teilte in sozialen Medien mit, dass die Gebühren Banken und Fintech-Unternehmen dabei unterstützen würden, weiter in Infrastruktur, Innovation und Sicherheit zu investieren, wovon letztendlich alle UPI-Nutzer profitieren würden.
Obwohl die endgültige Entscheidung über die Höhe und Einführung der MDR beim NPCI (National Payments Corporation of India) liegt, deuten Berichte auf eine mögliche Gebühr von 0,25 % bis 0,4 % für UPI-Transaktionen über 2.000 Rupien an Unternehmen hin. Transaktionen zwischen Privatpersonen werden voraussichtlich von diesen Gebühren ausgenommen bleiben.