Indiens UIDAI aktualisiert Biometrie von 20 Millionen Kindern über Schuldatenbank
Indiens Behörde für eindeutige Identifizierung (UIDAI) hat biometrische Daten von über 20 Millionen Schulkindern aktualisiert, indem sie auf eine nationale Bildungsdatenbank zugegriffen hat. Fragen zur elterlichen Zustimmung werfen auf.

Die indische Behörde für eindeutige Identifizierung (UIDAI) hat obligatorische biometrische Aktualisierungen für über 20 Millionen Schulkinder abgeschlossen. Dies geschah durch die Nutzung des Unified District Information System for Education Plus (UDISE+), einer Datenbank des Bildungsministeriums, und fand in rund 156.000 Schulen statt.
Aadhaar, Indiens nationales Identifizierungssystem, verlangt von Kindern zwei biometrische Aktualisierungen: eine Aufnahme und die Erfassung von Fingerabdrücken/Iris-Scans im Alter von fünf Jahren und erneut mit 15. Dies ist auf physiologische Veränderungen während des Wachstums zurückzuführen. Die jüngste Initiative sah vor, dass die UIDAI diese Aktualisierungen direkt in den Schulen durchführte, wobei UDISE+ die fälligen Schüler identifizierte.
Die UIDAI bietet diese obligatorischen biometrischen Aktualisierungen normalerweise einmalig kostenlos zwischen 5 und 7 Jahren und erneut zwischen 15 und 17 Jahren an. Die Gebühr beträgt außerhalb dieser Zeitfenster 125 Rupien, wurde aber vorübergehend für Kinder zwischen 7 und 15 Jahren bis zum 30. September 2026 erlassen. Die Behörde hat gewarnt, dass veraltete biometrische Daten zu Authentifizierungsfehlern führen könnten, was den Zugang zu Dienstleistungen wie Prüfungsanmeldungen für NEET, JEE und CUET beeinträchtigen könnte.
Der Prozess hat Fragen bezüglich der elterlichen Zustimmung aufgeworfen, insbesondere im Hinblick auf den Digital Personal Data Protection Act (DPDP Act), der eine überprüfbare elterliche Zustimmung zur Verarbeitung von Kinderdaten vorschreibt. Es ist unklar, welche spezifischen Zustimmungsformulare in den Schulcamps verwendet wurden, ob Eltern die Aktualisierung ablehnen konnten und welche Mechanismen sicherstellten, dass die Zustimmung informiert und freiwillig erfolgte. Darüber hinaus wurden die rechtliche Grundlage für die Integration von UDISE+-Daten für Aadhaar-Aktualisierungen und etwaige vorherige Datenschutzprüfungen nicht öffentlich bekannt gegeben.
Medianama hat die UIDAI und das Ministerium für Elektronik und Informationstechnologie (MeitY) offiziell zu den Zustimmungsverfahren, den Genehmigungen für die Datenverknüpfung und den angewandten Datensicherheitspraktiken bei diesen schulbasierten Aktualisierungen befragt. Antworten stehen noch aus.