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Technologie

Indiens UPI-Zahlungssystem erwägt Händlergebühren

Indiens Unified Payments Interface (UPI) könnte eine Händlerverkaufsrate (MDR) für bestimmte Transaktionen einführen und damit fast sechs Jahre kostenloser Dienstleistungen beenden. Ziel ist die Deckung der Kosten für die Instandhaltung der Zahlungsinfrastruktur.

31. Juli 2026
Indiens UPI-Zahlungssystem erwägt Händlergebühren

Indiens beliebtes digitales Zahlungssystem, Unified Payments Interface (UPI), erwägt Berichten zufolge die Wiedereinführung einer Händlerverkaufsrate (Merchant Discount Rate, MDR) für bestimmte Transaktionen mit hohem Wert. Dieser potenzielle Schritt würde das Ende einer Ära kostenloser Transaktionen bedeuten, die das schnelle Wachstum von UPI seit fast sechs Jahren angeheizt hat.

Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass die indische Zentralregierung die gezielte Wiedereinführung einer MDR prüft. Die vorgeschlagene Gebühr würde hauptsächlich große Händler mit einem Jahresumsatz zwischen 10 und 15 Millionen Indischen Rupien betreffen. Die MDR würde zwischen 0,05 % und 0,07 % liegen und nur für UPI-Transaktionen erhoben werden, die 2000 Rupien (etwa 22 Euro) übersteigen. Schätzungen zufolge wären etwa 90 % der Händler, in der Regel kleine und Kleinstunternehmen, davon nicht betroffen.

Während das Versprechen kostenloser Transaktionen das Wachstum von UPI vorangetrieben hat, hat es gleichzeitig eine wirtschaftliche Herausforderung für das Zahlungssystem geschaffen. Die für UPI verantwortlichen Stellen, einschließlich der National Payments Corporation of India (NPCI) und verschiedener Banken, sehen sich steigenden Kosten für die Instandhaltung und Skalierung der zugrunde liegenden Infrastruktur gegenüber. Das Fehlen von Einnahmen aus Transaktionen hat operative Aspekte für viele, insbesondere für Zahlungsaggregratoren, zu Kostenstellen gemacht.

"Die Aufrechterhaltung der Echtzeit-Zahlungsinfrastruktur erfordert nachhaltiges Kapital, und ein Null-MDR-Rahmen ist angesichts des ständig wachsenden Transaktionsvolumens schwer aufrechtzuerhalten", erklärte Raman Khanduja, Mitbegründer und CEO von Mintoak. Die vorgeschlagenen Gebühren sollen ein Gleichgewicht schaffen, die Erschwinglichkeit für Händler gewährleisten und gleichzeitig ein nachhaltiges Modell für die Infrastrukturentwicklung aufbauen.

Branchenakteure gehen davon aus, dass eine wiedereingeführte MDR überproportional zahlungsaggregratoren mit Fokus auf Unternehmenskunden und Banken zugutekommen würde, die stark in die Infrastrukturkapazität investieren mussten. Für Verbraucher gerichtete Drittanbieter-Apps, die UPI-Zahlungen ermöglichen, könnten von den vorgeschlagenen Gebühren weniger direkt profitieren.

Originalquelle: inc42.com