Infineon fordert TSMC zur Ansiedlung einer weiteren Chipfabrik in Europa auf
Der deutsche Halbleiterhersteller Infineon, der eine 10%ige Beteiligung an TSMC's europäischer Tochtergesellschaft ESMC hält, hat erklärt, dass TSMC eine weitere Fabrik in Europa bauen sollte.

Der Halbleiterhersteller Infineon, der mit 10% an der europäischen Tochtergesellschaft ESMC von TSMC beteiligt ist, hat den Wunsch geäußert, dass TSMC weitere Produktionsstätten in Europa errichten möge.
Alexander Gorski, für die Produktion zuständiger Vorstand bei Infineon, erklärte auf der Bayerischen Halbleiterkonferenz in München, dass TSMC als nächsten Schritt eine weitere Fabrik in Europa bauen müsse, die Fertigungsprozesse mit kleineren Strukturbreiten nutzt.
Das erste ESMC-Werk befindet sich im deutschen Dresden mit einer Gesamtinvestition von über 10 Milliarden Euro und einer geplanten monatlichen Kapazität von 40.000 Wafern. Der Baubeschluss erfolgte im August 2024, die Ausrüstung soll 2027 installiert werden.
Nach Fertigstellung wird das Dresdner Werk die 28/22nm-Planar-CMOS- und 16/12nm-FinFET-Transistortechnologien unterstützen. Infineons Forderung unterstreicht den anhaltenden Bedarf an fortschrittlichen Halbleiterproduktionskapazitäten in Europa.