ING: Kunden fordern Transparenz und Kontrolle bei KI-Nutzung
Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der ING Deutschland zeigt, dass Bankkunden offen für KI-gestützte Beratung sind, aber Transparenz, Kontrolle und menschlichen Ansprechpartner fordern.

Frankfurt am Main – Die ING Deutschland hat die Ergebnisse einer repräsentativen YouGov-Umfrage veröffentlicht, die die Erwartungen von Bankkunden an den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Bankwesen beleuchtet. Laut der Umfrage kann sich eine Mehrheit der Kunden (54 Prozent) eine rein digitale, KI-gestützte Beratung vorstellen, die auf die individuelle finanzielle Situation zugeschnitten ist und personalisierte Empfehlungen liefert.
Die Umfrage ergab eine besondere Offenheit für KI-gestützte Beratung bei jüngeren Kundengruppen. Bei der Generation Z können sich 71 Prozent eine solche digitale Beratung grundsätzlich vorstellen, und 84 Prozent sind für konkrete Anwendungsfälle offen. Insgesamt können sich 68 Prozent der Befragten eine KI-Beratung in mindestens einem der abgefragten Bereiche vorstellen, wie etwa bei alltäglichen Bankfragen oder zur Produktinformation.
Kunden stellen jedoch klare Bedingungen für den Einsatz von KI. Für 64 Prozent der Befragten ist es "sehr wichtig", dass Banken informieren, wo die KI entscheidet und wo nicht. Trotz des Interesses an digitaler Beratung fordern 72 Prozent der Kunden jederzeit die Möglichkeit, zu einem menschlichen Ansprechpartner wechseln zu können. Lars Stoy, Vorstandsvorsitzender der ING Deutschland, betonte, dass KI die Vorteile digitaler Banken mit individueller Beratung verbinden kann.
Konkrete finanzielle Vorteile, wie bessere Konditionen oder automatische Hinweise zur Kostenvermeidung, steigern laut Kunden die Akzeptanz für KI-gestützte Beratung. Rund 39 Prozent der Befragten gaben an, dass bessere Zinsen ihre Offenheit für KI-Beratung erhöhen würden. Die ING Deutschland sieht in KI ein Potenzial für ein neues Bankmodell, das digitale Effizienz mit persönlicher Kundenbetreuung vereint.