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ING Deutschland erhebt ab Juli Verwahrentgelt für Guthaben ab 50.000 Euro

Die ING Deutschland führt zum 6. Juli 2021 eine Gebühr von 0,5 Prozent auf hohe Guthaben ein. Die Bank reagiert damit auf das anhaltende Niedrigzinsumfeld der Europäischen Zentralbank.

4. November 2026

Ab dem 6. Juli 2021 führt die ING Deutschland für neu eröffnete Giro- und Tagesgeldkonten ein Verwahrentgelt von 0,5 Prozent pro Jahr auf Guthaben über 50.000 Euro ein. Für bestehende Konten tritt die Regelung zum 1. November 2021 in Kraft. Nach Angaben der Bank sind derzeit etwa acht Prozent der neun Millionen Kunden von dieser Neuerung betroffen.

Vorstandschef Nick Jue begründet den Schritt mit den seit Längerem anhaltenden Negativzinsen der Europäischen Zentralbank sowie den steigenden Einlagenvolumina. Während die Bank diese Kosten lange Zeit intern ausgeglichen hat, sieht sich das Institut nun dazu gezwungen, die Belastungen teilweise an die Kunden weiterzugeben, wie es viele Wettbewerber bereits getan haben.

Parallel zur Einführung des Verwahrentgelts forciert die Bank den Ausbau ihres Wertpapiergeschäfts. Kunden sollen durch gebührenfreie Sparpläne und digitale Anlageberatung dazu bewegt werden, Kapital langfristig in Wertpapiere statt auf unverzinsten Konten zu halten. Das Depotgeschäft verzeichnete zuletzt einen starken Zulauf; die Anzahl der geführten Depots stieg im ersten Quartal 2021 auf 1,8 Millionen.

Originalquelle: ing.de