Erste Erfahrungen mit der überarbeiteten ePA-App
Die neue elektronische Patientenakte (ePA) in Deutschland ist gestartet. Erste Nutzerberichte zeigen jedoch technische Probleme und mangelnde Erklärungen bei Fehlermeldungen.

Die neue elektronische Patientenakte (ePA) ist seit dem 15. Januar 2024 auf den mobilen Endgeräten der Bürger verfügbar. Erste Erfahrungen mit der überarbeiteten ePA-App, wie sie die Technologie-Website Heise Online zusammenfasst, zeigen jedoch diverse Herausforderungen.
Nutzer berichten von verschiedenen technischen Problemen. Dazu zählen Schwierigkeiten mit dem "Kommunikationsserver", Timeouts und hängende Applikationen. Teilweise fehlten hilfreiche Informationen oder Erklärungen zu den angezeigten Fehlermeldungen.
Die getesteten Apps der AOK Nordwest und der Techniker Krankenkasse (TK) erforderten im Test eine neue Gesundheits-ID für die AOK, während dies bei der TK nicht notwendig war. Neu ist die Möglichkeit, sich nach der ersten sicheren Authentifizierung auch biometrisch per Fingerabdruck in den Apps anzumelden.
In der App kann der Nutzer die Sichtbarkeit der Daten steuern. Abrechnungsdaten werden standardmäßig in die ePA geladen, aber der Nutzer kann über einen Schieberegler entscheiden, ob diese inkludiert werden sollen. Selbst hochgeladene Dokumente sind standardmäßig so eingestellt, dass sie nicht für alle sichtbar sind.
Ärzte, Kliniken und Apotheken können Zugriff auf die ePA erhalten. Die tatsächliche Zugänglichkeit hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Kompatibilität der Praxissoftware. Aufgrund von Sicherheitsproblemen dürfen bislang nur bestimmte Ärzte in Testregionen auf alle ePAs zugreifen.