Innventure, Inc. wegen Wertpapierbetrug verklagt
Innventure, Inc. und einige seiner Führungskräfte sehen sich einer Sammelklage wegen Wertpapierbetrug gegenüber, nachdem der Aktienkurs des Unternehmens im August 2026 um 55 % gefallen war. Auslöser waren Entscheidungen, das DarkNX-Projekt aus Prognosen zu streichen und die Umsatzziele auszusetzen.

Innventure, Inc. (NASDAQ: INV) und mehrere seiner Führungskräfte sind mit einer Wertpapier-Sammelklage konfrontiert, nachdem der Aktienkurs des Unternehmens am 14. August 2026 um 55 % eingebrochen war. Auslöser waren die Entscheidungen des Unternehmens, das DarkNX-Projekt aus seiner Prognose für 2026 zu streichen und seine Umsatzziele auszusetzen.
Die auf Anlegerschutz spezialisierte Anwaltskanzlei Hagens Berman untersucht Vorwürfe, wonach Innventure gegen bundesstaatliche Wertpapiergesetze verstoßen haben soll. Im Mittelpunkt der Klage stehen Behauptungen, das Unternehmen habe die Aktionäre vorsätzlich oder fahrlässig über die Machbarkeit seines Accelsius DarkNX-Projekts getäuscht. Dieses Projekt, das als bedeutender Fortschritt in der Kühltechnologie für KI-Rechenzentren angepriesen wurde, geriet nach einem Bericht von Morpheus Research im Mai 2026 unter Verdacht.
Der Bericht von Morpheus Research stellte die Existenz des DarkNX-Projekts und die Fähigkeit der dahinter stehenden Firma DarkNX, ein solches Vorhaben umzusetzen, in Frage. Der Bericht zitierte ehemalige Innventure-Führungskräfte, die angeblich Umsatzprognosen als "reine Fiktion" bezeichneten. Der Stichtag für Investoren, ihre Verluste geltend zu machen und potenziell die Sammelklage anzuführen, ist der 27. Oktober 2026.
Die Situation eskalierte am 13. August 2026, als Innventure bekannt gab, dass der für die DarkNX-Bestellung vorgesehene Standort nicht mehr verfügbar sei. Daraufhin wurde das Projekt aus den internen Auftragsbüchern gestrichen und die Erwartungen für Umsatz und Cashflow für 2026 ausgesetzt. Zwischen dem 27. Mai und dem 14. August 2026 fiel der Aktienkurs von Innventure infolge dieser Enthüllungen um 74 %.