Instagram blockiert Berichte über Opfer von Schrotkugeln in Kaschmir
Instagram hat Beiträge der indischen Medien The Hindu und Scroll bezüglich der Opfer von Schrotkugel-Gewalt in Kaschmir mit Verweis auf Indiens IT-Regeln eingeschränkt. Die Maßnahmen werfen Fragen zur Meinungsfreiheit auf.

Instagram hat Beiträge der indischen Nachrichtenmedien The Hindu und Scroll, die über Opfer von Schrotkugel-Gewalt in Kaschmir berichteten, unter Berufung auf "rechtliche Anforderungen" gemäß den indischen IT-Regeln (Information Technology Rules) eingeschränkt.
Die jüngste Einschränkung betraf einen Beitrag von The Hindu, der über Insha Mushtaq berichtete. Mushtaq soll während der Proteste in Kaschmir im Jahr 2016 von Sicherheitskräften durch Schrotkugeln geblendet worden sein. Laut The Hindu zeigte Instagram eine Mitteilung an, dass der Zugang zu den Inhalten gemäß den indischen IT-Regeln eingeschränkt werde, ohne weitere Erklärungen zu geben.
Scroll berichtete, dass Instagram zwei seiner Beiträge am 6. August blockierte, die mit seinem Bericht über fehlende Entschädigungen für Opfer von Schrotkugeln in Verbindung standen. Laut Scroll ist dies der vierte Fall seit Juni, in dem Instagram die Inhalte der Publikation in Indien eingeschränkt hat.
Meta, das Mutterunternehmen von Instagram, hat sein System zur Inhaltsbeschränkung in Indien verschärft. Nach jüngsten Änderungen der IT-Regeln können Behörden Löschungsanträge nahezu sofort durchsetzen. Inhalte bleiben Berichten zufolge eingeschränkt, auch wenn Meta später feststellt, dass die ursprüngliche Anfrage möglicherweise nicht rechtmäßig war, es sei denn, die Regierung erlässt eine separate Anordnung zur Wiederherstellung des Zugangs.