Instagram-Restriktionen gegen indische Comedian werfen Transparenzfragen auf
Instagram schränkte die Reichweite eines Videos der indischen Komikerin Kajol Srinivasan ein und verwies auf ungenannte lokale Rechtsvorschriften.

Die Social-Media-Plattform Instagram hat den Zugang zu einem Video der indischen Stand-up-Komikerin Kajol Srinivasan in Indien eingeschränkt. Srinivasan berichtete, dass das Unternehmen die Reichweite ihres Beitrags über den Einsatz von KI erst einschränkte, dann wiederherstellte und schließlich erneut blockierte. Als Begründung nannte die Plattform in automatisierten Mitteilungen lediglich „indische Rechtsvorschriften“.
Laut Berichten von Medianama nannte Instagram weder die spezifische Behörde, die für die Anordnung verantwortlich war, noch die zugrunde liegende rechtliche Bestimmung. Dies setzt ein Muster fort, das in der Vergangenheit bereits bei Journalisten und Karikaturisten in Indien zu beobachten war. Die Plattform operiert hierbei im Spannungsfeld zwischen den indischen IT-Richtlinien von 2021 und dem Druck durch staatliche Stellen.
Die Intransparenz der Kommunikation erschwert es Nutzern und Urhebern, rechtliche Schritte gegen solche Blockaden zu prüfen. Während Section 69A und Section 79 des indischen IT-Gesetzes es Behörden ermöglichen, Inhalte sperren zu lassen oder Plattformen zur Moderation zu zwingen, bleibt die praktische Umsetzung dieser Anordnungen oft im Dunkeln.
Medianama hat bei Meta und dem indischen Ministerium für Elektronik und Informationstechnologie (MeitY) um Stellungnahme gebeten. Eine klare Auskunft darüber, ob es sich um eine direkte staatliche Anordnung oder um eine automatisierte präventive Maßnahme der Plattform handelte, steht bislang aus.