Intel übernimmt israelisches Quantencomputing-Startup Classiq
Intel hat den Kauf von Classiq Technologies bekannt gegeben, um sein Angebot im Bereich Quantencomputing durch eine vollständige Software-Plattform zu ergänzen.
Intel übernimmt das israelische Start-up Classiq Technologies Ltd., um seine Präsenz im Bereich der Quantenberechnung auszubauen. Das Unternehmen plant, mit der Software-Expertise von Classiq eine Full-Stack-Plattform zu schaffen, die Hardware und Anwendungen nahtlos verbindet.
Classiq unterstützt Kunden wie BMW und AT&T dabei, Algorithmen zu entwickeln, die auf unterschiedlicher Quanten-Hardware ausführbar sind. Laut Intel-CEO Lip-Bu Tan markiert die Übernahme den Übergang der Quanten-Sparte des Konzerns hin zu einem umfassenden Geschäftsbereich. Über die finanziellen Einzelheiten wurde Stillschweigen vereinbart; der Abschluss der Transaktion wird für die erste Jahreshälfte 2027 erwartet.
Die Technologie der Quantenrechner, die auf der Manipulation subatomarer Teilchen basiert, befindet sich noch in der Frühphase. Intel setzt bei seiner Hardware-Entwicklung seit über zehn Jahren auf Silizium-basierte Spin-Qubits und verfolgt den Ansatz, dass Quantensysteme als Ergänzung zu klassischer Rechenleistung dienen sollen.
Trotz der Übernahme durch Intel soll Classiq weiterhin Werkzeuge anbieten, die mit diversen Hardware-Architekturen kompatibel sind. Der Schritt erfolgt in einer Zeit, in der Intel versucht, durch Investitionen in zukunftsträchtige Technologien seine Marktposition im Halbleitersektor zu stärken.